Müder Sieger (Friedrich Wilhelm I.) – Anekdote

Peter III. wurde ermordet, seine Nachfolgerin Katharina hob den Frieden mit Preußen auf, doch die russischen Generale waren zum neuen Angriff wenig geneigt. Auch Österreich und Frankreich waren des Krieges müde, sodass er regelrecht einschlief. 1763 schloss man zu Hubertusburg Frieden. König Friedrich hatte Schlesien zum dritten Mal behauptet, wies jedoch Lobsprüche, wie sie ihm General v. Lentulus machte, zurück:
»Gestehe Er nur, dass ich viel Glück gehabt habe.«
Ein alter, müder Mann war er in diesem Siebenjährigen Krieg geworden: »An der rechten Seite des Kopfes sind die Haare ganz grau geworden, meine Zähne zerbröckeln und fallen aus, ich habe Falten im Gesicht wie die Falbeln an einem Damenkleid, der Rücken ist so gekrümmt wie der eines Mönches von la Trappe (Brief des Königs an Frau v. Camas).«
Beim Friedensschluss, den sie den »schönsten Tag seines Lebens« nannten, zog er eine andere Bilanz: »Der schönste Tag des Lebens ist der, an dem man es verlässt.«

Forum (Kommentare)

Info 19.10.2017 - 09:19
Noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden.