Das Weihnachtsbuch (Friedrich Wilhelm III.) – Anekdote

Nächst dem Krieg war das Spiel die oberste Leidenschaft Blüchers. Seine Spielschulden zu decken, musste selbst der König einige Mal in Anspruch genommen werden; als der ihm ein Buch auf den Weihnachtstisch legte, dessen Blätter lauter eingeheftete Tausendmarkscheine waren, hatte es damit die gleiche Bewandtnis. Der Feldmarschall steckte das Buch zwar mit untertänigem Dank, aber nicht anders ein, als ob Gedichte oder Bibelsprüche darin ständen. Und als der König, den dieser Gleichmut ein wenig verdross, ihn gelegentlich fragte, wie ihm das Buch gefallen habe, tat der alte Blücher immer noch dergleichen und sagte so schlitzöhrig, wie er es sein konnte: Er habe es gleich ausgelesen und sei gespannt auf die Fortsetzung.
Die Fortsetzung kam tatsächlich zur nächsten Weihnachtsbescherung, im gleichen Umfang und in der gleichen Ausstattung; nur stand unter dem Titel, von der Hand des Königs: Schluss der Geschichte! geschrieben.