Großzügig (Joseph II.) – Anekdote

Kaiser Joseph hatte für die Damen des Hofes in dem schönen Schönbrunner Theaterchen eine Aufführung arrangieren lassen. Am nächsten Morgen bat er beim Frühstück seinen Oberstkämmerer Graf Rosenberg, dass er sogleich ein Verzeichnis der Sänger und Sängerinnen anlege und bei jedem Namen nach Verdienst ein Geschenk in Dukaten vermerke.
Als der Kämmerer der Majestät die Liste übergab, schaute der Kaiser sie rasch durch, griff hastig nach einer Feder und fügte jedem Betrag noch eine Null hinzu. Dann reichte er das Blatt zurück mit der Bemerkung:
»Nicht der Graf von Rosenberg, sondern der Kaiser hat das Fest gegeben.«

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Info 19.10.2017 - 14:59
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