Seine eigene Gesellschaft (Händel) – Anekdote

Wie alles andere an Händel war auch sein Appetit gigantisch.
Eines Tages ging er in ein Gasthaus, setzte sich an den Tisch und bestellte sechzehn verschiedene Gänge: Suppe, Fische, Braten, Geflügel, Desserts, Omelette, Käse und dazu Bier, Wein und Likör.
Der Kellner nahm die Bestellung entgegen, deckte umständlich den Tisch und wartete.
»Worauf warten Sie?« erkundigte sich der Komponist.
»Auf die Gesellschaft, mein Herr«.
»Gesellschaft?« wiederholte Händel dröhnend. »Los, bringen Sie das Essen – presto, prestissimo! Die Gesellschaft bin ich!«