Die Abstimmung (Napoleon I.) – Anekdote

Die Französische Revolution lag in ihren letzten Zügen, denn Napoleon war im Begriff, sich zum Konsul auf Lebenszeit wählen zu lassen, als Vorstufe zu der bereits zwei Jahre später erfolgenden Kaiserwahl. Wie alle Bürger der Republik sollten auch die Soldaten an der Abstimmung teilnehmen. Auch General Saint-Hilaire ließ sein Korps antreten und hielt vor versammelter Mannschaft eine Ansprache:
»Kameraden!« rief er, »Bürger der einen unteilbaren Republik. Die Nation erwägt den Gedanken, General Bonaparte zum Konsul auf Lebenszeit zu wählen. Auch ihr sollt eure Stimme abgeben. Seit der glorreichen Revolution steht es jedem Bürger frei, seine Meinung zu äußern. Auch ich, euer General, will und darf euch nicht beeinflussen. Wählt also als echte Franzosen! Aber eins lasst euch vorher sagen: denjenigen, der als erster gegen die Wahl des Generals Bonaparte stimmt, lasse ich sofort vor versammelter Mannschaft erschießen. Und nun stimmt mit mir ein in den Ruf: Es lebe die Republik, es lebe die Freiheit