Im Omnibus (Albert Einstein) – Anekdote

Er wohnte schon nicht mehr in Schöneberg in der Haberlandstraße, hatte sich für seine zahlreiche, aus Kindern, Stiefkindern, Neffen und Nichten bestehende Familie an der Havel bei Caputh ein Heim geschaffen. Es war sehr »j. w. d.« nach berlinischer Sprache, janz weit draußen, und da Einstein, zum Chauffieren untalentiert, keinen Wagen besaß, benutzte er den Omnibus. Wenn es abends in ein Konzert ging, stand eine vielköpfige Familie an der Haltestelle, und den Omnibusschaffnern gefiel die Variante der vorschriftsmäßigen Aufforderung:
»Alles einstei’n, alles einstei’n, Herrschaften, bitte, alles einstein’n!«
Doch einem anderen Schaffner, erzählt Louis P. Lochner, war der Professor unbekannt. Lochner stand daneben, als Einstein behauptete, zu wenig Geld beim Wechseln des Millionenscheines bekommen zu haben, sich auch nach Aufklärung des Falles höflich entschuldigte. Nachdem er die Straßenbahn verlassen hatte, tippte der Schaffner, einen Vogel zeigend, erzählt Lochner, an die Schläfe und bemerkte:
»So’n Dussel! Sollte sich nochmal uff de Schulbank setzen und’n bisschen Rechnen lernen!«