Der höchste Wunsch (Menuhin) – Anekdote

Yehudi Menuhin wurde berühmt bei seinem ersten Berlin-Konzert, als er dreizehnjährig, mit überwältigendem Können und Verständnis die beiden großen Violinkonzerte von Beethoven und Brahms spielte. Nach nicht enden wollendem Beifalljubel kehrte er schließlich in die Künstlergarderobe zurück, wo ihn Albert Einstein erwartete. »Dein Spiel, mein Sohn«, sagte der große Physiker zu ihm, »hat mir mehr als alles andere bewiesen, dass es einen Gott im Himmel gibt!«
Vater Menuhin stand bescheiden in einer Ecke, ganz erfüllt davon, dass der Traum seines Lebens wahr geworden.
»Sagen Sie doch, Herr Menuhin«, fragte eine Dame, »sagen Sie nur: von wem hat Ihr Sohn sein Talent geerbt?«
Der alte Mann überlegte einen Moment, lächelte leicht und entgegnete dann:
»Vom König David, gnädige Frau, vom König David!«
Und als Yehudis Mutter ihren Jungen fragte, ob er sich irgendetwas Besonderes an diesem Abend wünsche, sagte er vor dem ganzen Kreis der Gratulanten und Bewunderer:
»Ach ja Mami! Kann ich bitte ein Eis haben?«