Mount Everest

Der Mount Everest ist der höchste, ab dem Meeresspiegel gemessene Berg der Erde, vom Fuß des Berges aus gemessen ist es der Vulkan Mauna Kea auf Hawaii, vom Erdmittelpunkt aus gerechnet ist es der Chimborazo in Ecuador. Geografische Lage
Der Berg ist 8850 Meter hoch. Zwar existieren seit Jahren verschiedene Angaben mit kleineren Abweichungen – Satellitenmessungen von 2002 ergaben eine Höhe von 8850 m über NN. Dieser Wert wird seitdem in allen von der National Geographic Society herausgegebenen Karten verwendet. Das Western Cwm (gesprochen wie »khum«), ein von Mount Everest, Lhotse und Nuptse eingeschlossenes Tal mit ca. 3 km Länge, ist das höchstgelegene Tal der Erde. Die gegenwärtige Standardroute über den Südostgrat des Everest führt vom Basislager auf ca. 5700 m durch den Khumbu-Eisfall (einer steilen Passage, in der das Gletschereis aus dem Western Cwm in Eisblöcke zerbricht, was den Aufstieg an dieser Stelle sehr erschwert) hinauf ins Western Cwm. Nachdem man das Tal durchquert hat, klettert man in die Lhotse-Flanke und macht eine Kehrtwende, um den auf dem Grat zwischen Lhotse und Everest gelegenen Südsattel (South Col) auf 7800 m zu erreichen. Vom Südsattel aus führt der Weg weiter den Grat des Everest hinauf bis zum Südgipfel ca. 100 Höhenmeter unterhalb des eigentlichen Gipfels und über das letzte große Hindernis, die etwa 15 m hohe fast senkrechte Felsenkante, die als Hillary Step bezeichnet wird. Namen des Mount Everest
In Nepal wird der Berg Sagarmatha (Himmelsgöttin), im Tibet Chomolungma (Mutter des Universums) und in China Qomolangma genannt. 1852 gab man dem Berg den Namen „Gipfel XV“. Der heutige Name Everest wurde 1865 eingeführt und geht auf Sir George Everest zurück, der sich im Dienst der englischen Krone als Chef aller britischen Geometer um die Landvermessung Indiens große Verdienste erwarb (den Mount Everest aber selbst nie erreichte). Besteigungen
Der Gipfel wurde erstmals am 29. Mai 1953 durch den Neuseeländer Sir Edmund Hillary und den Sherpa Tenzing Norgay aus Nepal von Süden her bestiegen. Es ist unklar, ob der 1924 am Mount Everest verunglückte George Mallory vor seinem Tod den Gipfel erreicht hat. Am 8. Mai 1978 bezwangen Reinhold Messner und Peter Habeler den Gipfel erstmals ohne Sauerstoffgerät. Seit den 1980er Jahren ist eine regelrechte Everest-Euphorie ausgebrochen. Dementsprechend ist die Zahl der Bergsteiger, die den Gipfel erklommen haben, deutlich angestiegen. Sie reichen von erfahrenen Alpinisten bis zu Anfängern, die sich darauf verlassen, von ihren bezahlten Führern zum Gipfel gebracht zu werden. Ein häufig genannter Preis hierfür sind 65.000 US-Dollar. Zum Nachteil wirkt sich mit dieser Art Tourismus jedoch aus, dass die Umweltverschmutzung durch Vermüllung der Lager rapide zugenommen hat. Zudem stieg die Anzahl der Toten am Berg. Statistik
Seit der Entdeckung von 1852, dass der Everest der höchste Berg der Erde ist, mussten 21 Menschen ihr Leben lassen, 15 Expeditionen aufbrechen und 101 Jahre vergehen, bis der höchste Punkt des Everest schließlich zum ersten Mal betreten wurde. Bis Ende 2001 haben 1.491 Personen den Gipfel erreicht, 172 Menschen kehrten nicht mehr zurück. Die schnellste Besteigung gelang Lakpa Gelu Sherpa, der bei seiner zehnten Everest Besteigung an 10. Mai 2003 für den Aufstieg vom Base Camp zum Gipfel 10:56:46 Stunden benötigt. Er benötigte 8:23:14 Stunden für den Rückweg, war also nach 18 Stunden und 20 Minuten wieder zurück.

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Info 18.01.2018 05:00
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