Gerhart Hauptmann – Kurze Biografie

Gerhart HauptmannIm Gegensatz zu Fontane erschienen die Werke, die Gerhart Hauptmanns Ruhm begründeten, schon in seiner ersten Lebenshälfte. Als der junge, längere Zeit zwischen Bildhauer- und Schriftstellerlaufbahn schwankende Hotelbesitzerssohn aus Obersalzbrunn/Schlesien (* 1862) im Jahr 1885 nach Erkner bei Berlin zieht, kommt er dort in Kontakt mit dem »naturalistischen« Dichterverein »Durch!«. 1888 erscheint seine erste Novelle »Bahnwärter Thiel«. Das Drama »Vor Sonnenaufgang« (1889) eröffnet die Reihe der naturalistischen Stücke der nächsten beiden Jahrzehnte: »Das Friedensfest« (1890), »Einsame Menschen« (1891), »Die Weber« (1892), »Der Biberpelz« (1893), »Fuhrmann Henschel« (1898), »Rose Bernd« (1903) und »Die Ratten« (1911). Das Leben der kleinen Leute, der Unterdrückten und Zu-kurz-Gekommenen wird voll Sympathie und Realistik in diesen »Mitleidsdramen« auf die Bühne gebracht. Die Gesellschaft wird an den Pranger gestellt.

Fast gleichzeitig mit den »naturalistischen« Werken entstehen mit »Hanneles Himmelfahrt« 1893, »Die versunkene Glocke« 1896 sowie »Und Pippa tanzt« 1906 »neuromantische« Stücke, in denen traumhafte und märchenhafte Züge überwiegen. Dennoch ist es vor allem der »naturalistische« Hauptmann, der 1912, längst zur Berühmtheit geworden, mit dem Nobelpreis geehrt wird. Der Roman »Der Narr in Christo Emanuel Quint« (1910) steht in seiner Ablehnung kirchlicher Moralbegriffe der Erzählung »Der Ketzer von Soana« (1918) nahe. Hauptmann hatte sich bereits 1900 in Agnetendorf zu Füßen des Riesengebirges niedergelassen; doch wohnte er abwechselnd auch in Berlin und auf Hiddensee. Sein umfangreiches Spätwerk weist recht düstere Züge auf: barbarische Szenen der »Atriden-Tetralogie« (erst 1949 zusammen veröffentlicht) spiegeln die traumatischen Erlebnisse der Zeit während des Zweiten Weltkriegs wider. Ein Jahr nach Kriegsende starb Gerhart Hauptmann in Agnetendorf. Er wurde auf Hiddensee begraben, wie es sein Wunsch gewesen war.

Der schöne Dichter (Gerhart Hauptmann) – Anekdote
Der Maler Max Liebermann traf den Dichter Gerhart Hauptmann auf der Kurpromenade in Karlsbad. Hauptmann war bekanntlich nicht frei von Eitelkeit und pflegte sich in der Öffentlichkeit gern in Pose zu...
Drei Worte Nur! (Anonyma) – Anekdote
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Der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648)
...orden.Ihr Obr. Leutenant hat selbst und durch einen zu mehrenmahlen in derselben Nacht abgefertigten Hauptmann, den Herrn Superintendenten und die Raths-Personen sich davon zu machen und außzugehen er...
Gut Davongekommen (Anonyma) – Anekdote
In den Hugenottenkriegen wurde ein Bauer von einem Haufen Soldaten auf der Landstraße abgefangen, geprügelt und um Börse und Mantel erleichtert. Kurz darauf kam ein Hauptmann vorbei, bei dem er sich...
Königlicher Unwille (Friedrich I. von Württemberg) – Anekdote
Dem württembergischen König missfiel es, dass der Burgplatz vom Morgen bis in die späte Nacht mit Neugierigen erfüllt war. Eines Tages schickte er seinen Adjutanten zum Hauptmann der Wache und ließ i...
Lyrische Antworten (Friedrich Wilhelm I.) – Anekdote
...1; Sollst hier auf dieser Erden – Nie mehr als Leutnant werden.«Der König darauf: »Gut, Er ist Hauptmann, aber gleich noch einen Vers.«»Der Zorn hat sich gewandt – Hauptmann werd’ ic...
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Artikel Nr.: 6916 - Gerhart Hauptmann – Kurze Biografie (Referat)
Kategorie: Bismarck-Reich und Wilhelminische Zeit
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