Richard Strauss – Kurze Biografie

Richard Strauss»Meine Arbeit fließt wie die Loisach – ich komponiere mit Haut und Haar«, äußerte sich Strauss während der Arbeit am »Rosenkavalier« gegenüber Hugo von Hofmannsthal, seinem Textdichter. Die wenigen Worte bezeugen eine Arbeitsbesessenheit, die das ganze Leben des berühmten bayerischen Dirigenten und Komponisten prägte. Die Musik begleitete Strauss von Kindheit an; erste Anregungen vermittelte der Vater, der erster Hornist im Münchner Orchester war und mit dessen Unterstützung sich das Talent Richards frei entfalten konnte. Er spielte Geige und Klavier, komponierte, las Partituren und wurde vom großen Hans von Bülow entdeckt, der ihn in München ein eigenes Werk dirigieren ließ und dem Einundzwanzigjährigen die Leitung der Meininger Hofkapelle vermittelte. Von hier an begann der steile Aufstieg in der Dirigentenlaufbahn: München -Weimar – München – Berlin – Wien. Erstaunlich, dass er bei dieser Arbeitslast Zeit und Kraft für sein umfangreiches kompositorisches Werk erübrigen konnte. Sicher half ihm dabei seine Lebensmaxime: »Allein sein mit sich selbst und den großen Geistern« und die Überzeugung: »Das Leben ist nur dazu da, Kunst zu ermöglichen.« Von da mag auch seine distanzierte Haltung zu anderen zu erklären sein – und seine Schroffheit. Charakteristisch für die Autorität Strauss’ ist der Hinweis Hofmannsthals hinsichtlich der Durchführung der Salzburger Festspiele: »Den Taktstock führt – als Regisseur zugleich, als Führer ganz und gar – Strauss, der ein Bayer ist.« Strauss’ geradlinige Art verrät die Antwort auf den ersten Entwurf des »Rosenkavalier«: »Wir werden das machen. Wir werden es aufführen, dass ich weiß aufs Haar, was man sagen wird, dass (nämlich) eine allgemeine Erwartung schmählich enttäuscht wurde [...] und unsere Oper wird durchfallen. Aber wir werden uns unterhalten, indem wir daran arbeiten.« – »In seiner Weise so fortgehend« schuf er unbeirrt Werk um Werk.

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Info 23.11.2017 19:23
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