Zu Pfingsten 1184 hielt Friedrich I. in Mainz ein Hoffest ab, das nach zeitgenössischen Berichten alles Dagewesene in den Schatten stellte. Anlass war die Schwertleite (Erhebung zum Ritter) seiner beiden ältesten Söhne, König Heinrichs VI. und Herzog Friedrichs von Schwaben, die der Kaiser selbst zu Rittern schlug. Die Chronisten schwärmen davon, dass in der alten Königswahlebene am Rhein eine Stadt von Zelten errichtet worden sei, dass die Menge der Gäste nach Tausenden gezählt und der Kaiser sie alle aufs Freigebigste bewirtet habe. 70 Fürsten waren erschienen und 40 000 oder gar 70 000 Ritter in ihrem Gefolge, die mit ihren farbenfrohen Kampfspielen die Zuschauer begeisterten.
Grund zur Festesfreude war nicht zuletzt der im Jahr zuvor in Konstanz ratifizierte Frieden mit der Lombardischen Liga. Die Streitpunkte von Montebello wurden ausgeräumt, Alessandria in »Cäsarea« umbenannt und dem Kaiser unterworfen. Man schloss einen Kompromiss: der Kaiser verzichtete formal auf die Ronkalischen Beschlüsse, indem er den Städten die Regalien überließ, und erkannte die Liga an. Dafür gestanden ihm die Städte gewisse Hoheitsrechte zu, die ihnen der Kaiser wiederum gegen eine jährliche Abschlagszahlung zur Nutzung überließ: 2000 Mark Silber brachten ihm so die abgelösten Regalien im Jahr ein - zusammen mit der einmaligen Ablösung von 15000 Mark Silber eine kräftige Geldspritze für den Kaiser zur Finanzierung der Verwaltung, des Landesausbaus und der Kriege. Die Bürger durften ihre Konsuln wählen, doch der Kaiser wahrte sein Recht der Investitur, er blieb auch oberster Gerichtsherr. Die Städte verpflichteten sich zur Leistung des sogenannten Fodrum, der Beherbergung des Königs und seines Gefolges. Umstritten blieb weiterhin der Besitz der Mathildischen Güter. Ob Friedrich I. in dieser Frage mit der Kurie übereinkommen wollte, ist ungeklärt.
Überraschend kam der Friede mit dem Normannenreich durch ein Ehebündnis zustande: 1184 verlobte sich in Augsburg der 19jährige König Heinrich mit der 30jährigen Konstanze von Sizilien. Als die Kurie in Rom die neue Entwicklung mit Misstrauen beobachtete und Papst Urban III. Friedrich I. deshalb aggressiv das Spolien- und Regalienrecht zu entziehen drohte, schloss der Kaiser mit seiner ehemaligen Erzfeindin, der Stadt Mailand, ein Bündnis und überschüttete sie mit Privilegien, sodass er die Herzen der Bürger ganz für sich gewann. Im Januar 1186 erlebte diese jetzt »kaiserlichste aller kaiserlichen Städte« in ihren Mauern die glanzvolle staufisch-sizilische Hochzeit und die Krönung Heinrichs zum König von Italien durch den Patriarchen von Aquileja. Der Kaiser selbst erklärte seinen Sohn und Erben in der Herrschaft zum »Caesar«. Ihm lag daran, Rom und der Welt zu zeigen, dass er als Nachfolger der römischen Kaiser nach römischem Recht seinen Mitherrscher aus eigener Machtvollkommenheit ernennen könne, nachdem die Nachfolger Alexanders III. auf dem päpstlichen Thron das Ersuchen des Kaisers, seinen Sohn zum Mitkaiser zu krönen, mit der Begründung abgelehnt hatten, man könne nicht zwei Herren dienen. An diesem Vorgang wird besonders gut deutlich, wie wörtlich Friedrich I. die »reformatio imperii« als Wiederherstellung des alten römischen Reiches verstand, ohne dabei die fränkische Tradition gering zu achten. Aber die Feierlichkeiten dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ehebündnis beinahe einen europäischen Konflikt provoziert hätte, den Friedrich I. nur im Bund mit Philipp II. von Frankreich entschärfen konnte.
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