Der Nationalheilige der Polen war der Tscheche Adalbert († 997), ein Freund Ottos III., der von seinen Landsleuten aus seinem Prager Bistum vertrieben, den Märtyrertod starb, als er im Auftrag des Polenherzogs die Preußen missionierte. Die Gebeine des Heiligen, die in der Marienkirche zu Gnesen ruhten, wurden im Sommer des Jahres 1039 Anlass eines Krieges, den der von religiösem Eifer besessene Böhmenherzog Bretislav I. († 1055) anzettelte. Wie einst Boleslaw Chrobry von Polen aus, versuchte nun Bretislav I. von Böhmen aus, ein vom deutschen König unabhängiges Reich zu errichten, das alle christlichen Westslawen einigen sollte. Prag sollte das polnische Gnesen als Hauptstadt des christlichen Ostens ablösen - ›legitimiert‹ durch einen angesehenen Heiligen. Diesem Zweck diente der Raub der Reliquie Adalberts.
Die Böhmen fielen in ein schutzloses, weil heillos zerstrittenes Polen ein, weite Teile des Landes wurden ausgeplündert und dem Erdboden gleichgemacht, viele Polen gerieten in Gefangenschaft und wurden auf die Sklavenmärkte Europas verschleppt, das Nationalheiligtum der Polen wurde nach Prag überführt. Doch die fantastischen Pläne des Böhmenherzogs zerschlugen sich, als Heinrich III. in das Geschehen eingriff und nach einigen Rückschlägen 1041 Prag umstellte. Barfuß und im Büßergewand unterwarf sich 1042 der Böhmenherzog dem König in Regensburg, entsagte der polnischen Eroberungen und bat um Begnadigung, was ihm Heinrich III., beeindruckt von diesem reumütigen Auftritt, nicht versagen konnte. Böhmen erkannte fortan die Oberhoheit des Reiches an.
Um die ungarische Stephanskrone entbrannte in dieser Zeit ein heftiger Machtkampf, der schließlich den wegen seiner Grausamkeit und Willkür im Volk verhassten König Peter, einen Neffen Stephans des Heiligen, zur Flucht ins Reich zwang. Die Reiterscharen der Magyaren hatten, auch wenn sie längst Christen waren, nichts von ihrem Schrecken für das Abendland verloren. Auch deshalb kam es sofort zum Krieg, als der Rebell Aba († 1044) die Grenzgebiete mit Raub- und Eroberungszügen überfiel. Heinrich III. schlug bei Menfö (1044) das an Zahl überlegene ungarische Heer, zwang den Ungarn die Wiedereinsetzung des früheren Königs Peter auf und schob die Reichsgrenze bis zur March und Leitha vor. Die Fürsten Ungarns unterwarfen sich und verpflichteten sich 1045 zur Treue gegenüber dem Deutschen Reich. Doch ein Jahr später schon wurde Peter († 1046) erneut verstoßen und geblendet.
Die Regierung Heinrichs III. endete mit zwei Ungarnfeldzügen (1051/1052), die trotz Einsatz aller Kräfte ergebnislos abgebrochen werden mussten. Ungarns Weg in die nationale Unabhängigkeit war nicht aufzuhalten. 1058 wurde definitiv seine Unabhängigkeit anerkannt.
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