Feinde des Königtums waren immer wieder die Sachsen. Die Entdeckung der Silbererze im Rammeisberg bei Goslar löste einen ›Silberrausch‹ aus, dem sich das Königtum, von ständiger Finanznot geplagt, nicht entziehen konnte. Abbau und Nutzung der Silbermine, etwa durch das Schlagen von Münzen, galten als Vorrecht des Königs. Bereits Heinrich II. hatte in Goslar einen königlichen Palast, ein schlichtes Fachwerkhaus, errichtet, um die ergiebige Geldquelle zu sichern. Konrad II. baute die Pfalz nach dem Vorbild Aachens aus.
Heinrich III. erweiterte die von seinem Vater mit der doppelgeschossigen Liebfrauenkirche und dem Wohnpalast begonnene Pfalzanlage durch den mächtigen Saalbau des »Kaiserhauses«, auch Pallas genannt, der als unbestritten großartigster Profanbau des 11. Jahrhunderts gerühmt wird. Den Sachsen missfiel die Vorliebe der landfremden Franken für Goslar, dem reichsten Ort Sachsens, der nun Lieblingssitz der Könige wird, ›heimliche Hauptstadt‹ des Reiches, das ja ohne feste Residenz durch einen umherziehenden König regiert wurde.
Ohnmächtig standen die Sachsen dem Zustrom fränkischer ›Gastarbeiten gegenüber, die sich auf die Metallgewinnung verstanden und auch die Rodung und Besiedlung der Harzwälder vorantrieben. Doch der Unwillen vor allem der sächsischen Adeligen gegen den Salier hatte noch einen anderen Grund. Im Gegensatz zu seinem Vater Konrad II. verzichtete Heinrich III. auf Schmiergelder, wenn er einem geistlichen Herrn ein Bistum oder eine Reichsabtei überließ. Er enthielt sich jeder wirtschaftlichen Ausbeutung der Kirche, was ihm zwar den Beifall der Kirchenreformer einbrachte, aber auch den Unwillen der Adeligen, die nun von ihm stärker zur Ader gelassen wurden. Sie mussten für die Einnahmeverluste aufkommen, die dem Staatshaushalt durch Heinrichs Verzicht auf jeglichen Handel mit kirchlichen Ämtern entstanden. Und: Kirchenmänner, etwa der Bremer Erzbischof Adalbert († 1072), dessen Missionare bis Finnland, Island und Grönland vordrangen, wurden mit reichen Schenkungen bedacht, der Adel ging leer aus und bekam Heinrichs hochfahrendes und herrisches Wesen bitter zu spüren, wenn er auf seinem Recht bestand.
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