Die Schlacht bei Zenta

Die Tragödie von Zenta in Ungarn am 11, September 1697 ist sozusagen ein klassisches beispiel für eine militärische aktion oder einen angriff, der in einer menschlichen katastrophe endete. Die Tragödie von Zenta ereignete sich während der österreichischtürkischen Kriege, unter denen Osteuropa zwischen dem frühen 16. und dem späten 18. Jahrhundert litt. Die Ottomanen hatten Wien 1683 belagert, aber das österreichisch-ungarische Heer hatte den Belagerungring durchbrochen und die Ottomanen nach Osten zurückgedrängt. Doch diese verfugten immer noch über eine gewaltige Streitmacht, und im Jahr 1697 drangen 100000 türkische Soldaten unter Sultan Mustafa II. entschlossen nach Ungarn vor, um den Balkan zurückzuerobern. Tödliche Panik
Mustafa stand einer viel kleineren Armee von rund 34 000 Infanteristen und 16 000 Kavalleristen gegenüber – aber die Truppen wurden von Prinz Eugen von Savoyen befehligt, einem der fähigsten Feldherren der Habsburger. Schon im Alter von 35 Jahren wurde Eugen zum Oberbefehlshaber der habsburgischen Streitkräfte ernannt, weil er ein genialer Stratege war. Am 11. September 1697 leitete er seine erste Schlacht gegen die zahlenmäßig überlegenen Türken. Massensterben in der Theiss
Die Türken marschierten von Belgrad durch Ungarn nach Norden. Dabei mussten sie den tiefen und schnell fließenden Fluss Theiß überqueren. Zuerst schickten sie die Kavallerie hinüber, und die Infanterie wollte ihr auf einer Behelfsbrücke folgen. Als die Reiter am anderen Ufer waren, griff Eugen sie aus dem Hinterhalt an. Die Brücke war schnell zerstört, und die umzingelten Reiter wurden niedergemetzelt. Die türkischen Infanteristen, jetzt von allen Seiten angegriffen, gerieten in Panik. Tausende von Männern versuchten an verschiedenen Stellen, über den Fluss zu schwimmen, und man schätzt, dass 10000 von ihnen ertranken. Bald war der Fluss voller Leichen, und wer zunächst überlebte, wurde vom Ufer aus beschossen. Insgesamt verloren die Türken an diesem Tag etwa 30000 Mann, und zwei Jahre später mussten sie Ungarn ganz aufgeben. Fakten
1. 1697 dringen etwa 100 000 ottomanische Soldaten nach Ungarn vor.
2. Am 11. September greifen die Habsburger unter dem Befehl von Prinz Eugen die Türken an, als diese den Fluss Theiß überqueren.
3. 10000 türkische Soldaten ertrinken in der folgenden Panik, 20000 weitere fallen in der Schlacht.

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Info 18.11.2017 12:54
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