Der Ausbruch des Tambora

Der Ausbruch des Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa im Jahr 1815 war ein bedeutendes geologisches ereignis, über das wenig geschrieben wurde, weil es von anderen vulkanausbrüchen überschattet war, zum beispiel vom ausbruch des Krakatau 1883. Dennoch war die Eruption des Tambora möglicherweise der schlimmste Vulkanausbruch, der je dokumentiert wurde. Zeitweilig veränderte er das Klima der Erde. Eine Gewaltige Explosion
Vor dem Ausbruch im Jahr 1815 war der Tambora ein riesiger vulkanischer Felsen, der bis zu 4 000 m hoch gewesen sein könnte. Am 10. April 1815 brach der Vulkan aus. Es gab eine Serie von erderschütternden Explosionen. Der Krater spie eine 44 km hohe Wolke aus Asche und Gestein aus. Ein Kratersee, der heute einen Durchmesser von 6,4 km hat, zeugt von der Gewalt des Ausbruchs. Außerdem wurde der Berg um 1066 m kleiner. Etwa 150 Kubik-kilometer Asche gelangten in die Atmosphäre. Das über 800 km entfernte Java war 1 cm hoch mit Asche bedeckt. Noch schlimmer waren zunächst die Tonnen von Felsbrocken und die pyroklastischen Ströme, die der Vulkan ausstieß. Man schätzt, dass rund 10000 Menschen auf der Insel und auf den Nachbarinseln ums Leben kamen. Die Explosionsgeräusche, die diesen Ausbruch begleiteten, gelten als die lautesten, die in der Geschichte der Menschheit überliefert sind, da sie auch in tausenden Kilometern Entfernung noch wahrgenommen wurden. Ein vulkanischer Winter
Aber der Ausbruch sollte viel weitreichendere Folgen, auch in Europa, haben. Die Asche kreiste um die Erde und verringerte die Menge des Sonnenlichts, das die Erdoberfläche erreichte, drastisch. Die Temperatur fiel um etwa 3 Grad Celsius, und das führte zu einem vulkanischen Winter, also zu einem »Jahr ohne Sommer«, sowie zu Ernteausfallen und Hungersnöten. Man schätzt, dass insgesamt etwa 85 000 Menschen ums Leben kamen, vor allem in Indonesien. Aber auch in China, Indien, Argentinien, England und den USA waren die Folgen des Vulkanausbruchs zu spüren. Fakten
1. Am 10. April 1815 brach der Vulkan Tambora auf der Insel Sumbawa in Indonesien aus, tötete 10 000 Menschen direkt und spuckte 150 Kubik-kilometer Asche aus.
2. Die globale Temperatur fiel um 3°C. Die Folge waren ein kühler Sommer und ein eisiger Winter.
3. 85 000 Menschen starben an Hunger und Krankheiten, die auf den Vulkanausbruch zurückzuführen waren.

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Info 22.11.2017 17:43
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