Fische aus dem Meer

Da sie oft leichter als Landtiere gefangen werden konnten und wegen ihres Eiweißreichtums sind Fische schon seit Jahrhunderten Nahrungsmittel für den Menschen. Heute werden Fische auch zu Tierfutter verarbeitet. Seefische dienen jedoch nicht nur als menschliche Nahrung, sondern sind oft Bestandteil der Nahrungskette in den Meeren selbst: Kleinere Arten bilden das Futter für größere Arten, und diese werden von noch größeren Fischen gefressen.

Seit frühester Zeit hat der Mensch die küstennahen Schelfmeere befischt. Die Entwicklung der Konservierungs- und Kühltechnik ermöglichte schließlich die Tiefseefischerei mit seetüchtigen Trawlern, deren Fänge in Eisenbahnkühlwagen von den Häfen zu den Verbrauchern im Binnenland oder zu den Konservenfabriken transportiert werden. Die meisten modernen Trawler, die monatelang in ganzen Flotten die Meerestiefen vor Grönland, Neufundland und Japan befischen, sind schwimmende Fischfabriken.

Allerdings haben die Fortschritte bei den Fangmethoden die heutige Fischerei wegen der Gefahr des Überfischens in eine z. T. schon bedrohliche Lage gebracht. Trotz der reichen und natürlichen Vermehrung der Seefische hat das wahllose Ausschöpfen bestimmter Fanggründe zur Bestandsbedrohung bei einigen Arten geführt, so dass internationale Vereinbarungen zur Erhaltung der Meerestierwelt angestrebt werden.

Fischarten der Nordmeere
In den kalten Gewässern des nördlichen Atlantiks ist der Artenreichtum an Fischen geringer als in den warmen Gewässern des Mittelmeeres und des Pazifiks. Dennoch konzentriert sich der Fischfang besonders auf den Nordatlantik, wo vor allem Heringe und Kabeljau in großen Mengen gefangen werden.

Der bis 30 cm lange Hering kommt in vielen Arten vor. Er lebt in Schwärmen und ernährt sich von Plankton. Nach 4-7 Jahren findet in Küstennähe das Laichen statt, wobei der weibliche Fisch bis zu 50 000 Eier ablegt. Obwohl andere Fische vom Heringslaich leben, entwickeln sich aus den übrigbleibenden Eiern zahlreiche Jungfische. Heringe werden ganzjährig gefischt, wobei die Fangflotten den Heringszügen folgen müssen.

Der Hering gehört zu den nährwertreichsten Fischen überhaupt. Neben hohem Eiweißanteil enthält er die Vitamine A und D, ebenso Mineralien wie Eisen und Calcium. Er kommt frisch oder tiefgefroren, gesalzen, gepökelt, geräuchert, eingedost und mariniert in den Handel. Auch der Heringsrogen gilt als eine Delikatesse.

Für die Fischindustrie ist der Kabeljau oder Dorsch die andere wichtige Seefischart. Er wird hauptsächlich in den kalten Tiefseen des Nordwest- und Nordostatlantiks gefangen. Für einige Länder ist der Kabeljau fang wegen der großen Entfernungen zu den Fischgründen kostspielig, obwohl Kabeljau immer noch billiger ist als sein (weniger verbreiteter) Verwandter, der Schellfisch. Andere Fischarten der kalten Meere sind Hundshai, Heilbutt und der Pollack, eine Schellfischart.

Der Rochen und der Merlan sind ebenfalls Fische kälterer Meere, kommen aber nicht im äußersten Nordatlantik vor. Weiter nach Süden hin, bis zur afrikanischen Küste, finden sich Heringskönig, Makrele, Seezunge und Steinbutt als wichtigste Nutzfische.

Fischarten im Mittelmeer
Das warme Wasser des Mittelmeeres hat eine besondere Vielfalt von Fischen hervorgebracht. Verschiedene Brassen arten werden wegen ihres delikaten Fleisches gefangen, darüber hinaus ist die Sardinen- und Sardellenfischerei bedeutend.

Die Seebarbe zählt zu den Spezialitäten der mediterranen Küche. In der Antike war sie bei Griechen und Römern ebenso begehrt wie heute schottischer Lachs bei uns. Die echte Seebarbe kommt auch in Teilen des Atlantiks südlich von England und an der Südküste der USA vor. Der im Indischen Ozean und im Pazifik verbreitete Ziegenfisch ist ein Verwandter der Seebarbe.

Der hässlich aussehende Seeteufel ist eine Spezialität der venezianischen Küche und bildet den Hauptbestandteil von »coda di rospa«. Auch für die Bouillabaisse wird er verwendet.

Andere häufige Fische des Mittelmeeres sind die silbrigen Barsche, wovon es eine ähnliche Spezies vor der Küste der USA gibt. Im Mittelmeer werden an vielen Küsten Schwertfische und Thunfische gefangen, deren Laichplätze jedoch in wärmeren Meeren liegen.

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Artikel Nr.: 551 - Fische aus dem Meer (Referat)
Kategorie: Nutztiere
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