Balkonpflanzen von A bis Z und ihre Pflege

Die in unseren Landen alljährlich stattfindenden Balkonschmuckwettbewerbe verschönen nicht nur Städte, Dörfer und Gemeinden, sondern erbrachten auch für das Gedeihen der Pflanzen in den Balkonkästen und anderen Gefäßen wichtige Erkenntnisse. So ist immer wieder zu beobachten, dass vor allem die Balkonkästen von Mai bis Juli in üppigem Blumenschmuck prangen. Schon wenige Wochen später aber ist es mit der Pracht und Herrlichkeit vorbei, die Pflanzen kümmern, blühen weniger, zeigen braune und trockene Blätter. Das kann mehrere Gründe haben. Die Pflanzen stehen zu eng zusammen, wurden nicht regelmäßig gegossen und gedüngt oder das Entfernen abgeblühter Blütenstände wurde vergessen. BalkonblumenRosa und rote Hängegeranien, blauer Leberbalsam und gelbe Pantoffelblumen. Die Hauptfehlerquelle ist aber auch in der mangelnden Qualität der Erde zu suchen. Wer Jahr für Jahr die gleiche Erde benutzt und sie vielleicht nur durch Erneuern der obersten Schicht und durch Düngezusätze geringfügig verbessert, braucht sich nicht über die Kurzlebigkeit seiner Balkonblumen zu wundern. Er spart am falschen Platz! Die Erde sollte jedes Jahr erneuert werden; dann spart man sich eine Menge Arbeit und Ärger. Gartenbesitzer bringen die alte Erde auf den Komposthaufen, Balkongärtner ohne Garten schütten sie in die Mülltonne. Die leeren Kästen können dann auch besser gestapelt werden. Am einfachsten ist es, die Gefäße mit den in Fachgeschäften erhältlichen fertigen Erdmischungen zu füllen. Die Pflanzgefäße
Mitentscheidend über Wachsen und Blühen der Pflanzen ist die Wahl des Balkonkastens. Viele Blumenfreunde bevorzugen die stabilen, haltbaren und leicht zu reinigenden Gefäße aus Asbestzement oder Kunststoffen. Balkonkästen aus Kunststoff haben sich durch ihr geringes Gewicht viele Freunde erworben, auch deshalb, weil man sie leicht transportieren und stapeln kann. Wieder verwenden kann man Holzkästen, wenn sie druckimprägniert sind; sie weisen auch nach jahrelangem Gebrauch keine Fäulniserscheinungen auf. Aus welchem Material der Balkonkasten auch immer beschaffen sein mag, wichtig und für die Pflanzen sogar lebensnotwendig sind die Abzugslöcher, die in jedem Kasten vorhanden sein müssen. Sie sorgen für die ordnungsgemäße Durchlüftung der Erde, verhindern »Überschwemmungen« und beugen somit der Versauerung der Erde vor, die Wurzelerkrankungen, gelbe Blätter und Wachstumsstockungen zur Folge haben kann. Genauso wichtig aber ist die Größe des Kastens: die verwendeten Gefäße sollten mindestens 20 cm breit und 15-20 cm hoch sein. Man muss sich einmal überlegen, dass die Balkonpflanzen – im Gegensatz zu Zimmerpflanzen – mehrere Monate lang meist recht schnell wachsen, viele Wurzeln bilden und deshalb genügend Lebensraum benötigen. Die auf der Balkonbrüstung oder an Mauern befestigten Fensterkästen brauchen einen festen Halt. In Fachgeschäften gibt es verschiedene Balkonkästenhalter aus unterschiedlichen Materialien; z. B. einen Halter aus kunststoffbeschichtetem Metall, mit Kippsicherung, verlängerter Auflagestütze und Regulierungsscheibe für die seitliche Abstützung bei schrägen Geländern. Dieser Balkonkastenhalter ist mit wenigen Handgriffen in Höhe und Breite beliebig verstellbar, sodass er für alle Balkonkästen-Typen in verschiedensten Größen verwendet werden kann. Wer Balkon- und Fensterkästen an höheren Stockwerken befestigt, sollte, um Ärger zu vermeiden, die Gefäße in Untersetzer bzw. Wannen aus Zinkblech oder Kunststoff stellen. Es kann besonders an heißen Tagen schon einmal passieren, dass nach reichlichem Gießen das Wasser unten aus den Kästen herausläuft und darunterwohnenden Mitmenschen oder vorübergehenden Passanten auf den Kopf tropft. Beim Pflanzen beachten
Von vornherein vermeiden wir eine zu enge Pflanzung, die leider noch viel zu oft anzutreffen ist. Halten Sie immer die auf diesem Artikel angegebenen Pflanzenentfernungen ein, und Ihre Pflanzen werden es Ihnen mit freudigem Wachstum danken. Auch der Balkonkasten soll wie ein neuangelegtes Blumenbeet aussehen, das heißt, sich nicht gleich in vollem Blütenschmuck präsentieren, sondern nach und nach heranwachsen. In den Balkonkasten gehört zuerst eine Lage Topfscherben, die für einen guten Wasserabfluss sorgt. Dann füllen wir den Kasten mit Erde und drücken mit der Handfläche leicht an. Vor allem aber soll die Erde den Kasten nicht ganz ausfüllen, sondern wie beim Blumentopf einen Gießrand aufweisen. Fehlt dieser, so wird das Gießen erschwert, durch das überlaufende Wasser wird der Kasten verschmutzt, und Nachbarn und Passanten werden verärgert. Bei Geranien, Fuchsien, Eriken und noch einigen anderen Pflanzen ist es angebracht, die Ballen nicht zu tief einzusetzen. Bei Sommerblumen dagegen braucht man jedoch nicht so ängstlich zu sein. Pflanzen aus Töpfen werden vorher gründlich durchfeuchtet, damit der Wurzelballen unbeschädigt und nicht zu trocken ins neue Erdreich kommt. Petunien, Pantoffelblumen und RankpflanzenWeiße und rosa Petunien, gelbe Pantoffelblumen und Rankpflanzen als Sichtschutz. Beim Gießen daran denken
Wie bei den Zimmerpflanzen darf das Gießen nicht nach starren Regeln vorgenommen werden. Da sind einmal die unterschiedlichen Ansprüche der Pflanzen, die Lage des Balkons und natürlich auch die Witterungsverhältnisse zu berücksichtigen. Es sollte niemals heißen, zwei- oder dreimal die Woche gießen, sondern für eine regelmäßige Feuchtigkeit sorgen; denn im Gegensatz zu allen anderen sind Balkonpflanzen in ihren schmalen Gefäßen der Gefahr des Vertrocknens am ehesten ausgesetzt. An sonnigen Tagen sitzen wir ohnehin auf dem Balkon, und es macht keine große Mühe, sich von der Beschaffenheit der Erde zu überzeugen. Das Gießen und Spritzen sollte am frühen Vormittag erfolgen. Pflanzgefäße zur Urlaubszeit. Nur wenige machen im Winter Ferien, die meisten im Sommer, wenn es am wärmsten ist und die Balkonkästen und Pflanzschalen besonders schnell austrocknen. So recht geschaffen, um das Pflanzentrink-wasserproblem zu lösen, sind Blumenkästen mit selbsttätiger Wasserversorgung. In Fachgeschäften gibt es sie als Balkonkästen in rechteckiger Form oder als runde und viereckige Pflanzschalen mit und ohne Aufsatz in vielen Größen und Farben. Sie funktionieren nach folgendem Prinzip: Ein Doppelboden unterteilt diese Pflanzgefäße in einen Wasserspeicher und den Pflanzraum. Der Speicher ist mit einer Nachfüllöffnung und einem Klarsichtfenster versehen, durch das sich der Wasserstand genau kontrollieren lässt. Durch den Doppelboden ragen Saugdochte in die darüberliegende Erde und versorgen sie mit der notwendigen Feuchtigkeit. Im Boden befinden sich außerdem noch mehrere Belüftungsöffnungen, die für eine zusätzliche Sauerstoffanreicherung in der Erde sorgen. Überlaufstutzen lassen Zuviel Wasser ablaufen. Diese Gefäße sind natürlich nicht nur dort einzusetzen, wo es Urlaubsprobleme gibt, sie versorgen die Pflanzen das ganze Jahr über mit regelmäßiger Feuchtigkeit und lassen keine Dürreperioden oder Überschwemmungen aufkommen. Wir brauchen also nicht mehr zu gießen, sondern nur noch Wasser nachzufüllen. Wichtig: den Wasserstand kontrollieren! Buntnesseln, FuchsienBuntnesseln und Fuchsien Das Düngen nicht vergessen
Die meisten unserer Balkonpflanzen sind recht robuste Wachser und benötigen in dem meist recht engen Gefäß zusätzlich Nährstoffgaben. Das beginnt bei der sog. Vorratsdüngung. Diese der Erde beigemengten mineralischen Düngemittel versorgen die Pflanzen etwa 6 Wochen mit den benötigten Nährstoffen. Es empfiehlt sich, nicht vor Ablauf dieser Zeit zu düngen, denn die Pflanzen sollen erst »Fuß fassen«, das heißt richtig durch wurzeln. Die meisten werden erst ab Mai ausgepflanzt, sodass also im Juli die eigentliche Düngung beginnt. Für die Sommerblüher, für Geranien, Fuchsien, Petunien und alle in diesem Buch aufgeführten Pflanzen (ausgenommen Eriken und Chrysanthemen) ist – je nach besonderen Ansprüchen – eine wöchentliche Düngung unerlässlich. Für Pflanzen, die mit Erfolg überwintert werden sollen, muss die Düngung Ende August, spätestens Anfang September aufhören; sonst gehen sie zu »weich« und in vollem Trieb in den Winter, was unnötige Schwächungen, ja sogar Fäulniserscheinungen und als Folge völligen Ausfall hervorrufen kann. Zinnien, Petunien, TagetesRote Zinnien, blaue und weiße Petunien sowie gelbe Tagetes. Überwinterung kann gelingen
Wer von überwinterten Geranien, Fuchsien oder Pantoffelblumen im nächsten Jahr wieder zufriedenstellendes Wachsen und Blühen erwartet, erreicht das nur durch einen allen Ansprüchen genügenden Überwinterungsraum und einen richtig durchgeführten Rückschnitt. Der zur Verfügung stehende Kellerraum sollte so hell wie möglich sein, und das Thermometer darf niemals über + 8°C klettern; noch besser sind Temperaturen von + 5-6°C, unter den Nullpunkt sollten sie jedoch nicht absinken. In diesen Kellern ist die Luftfeuchtigkeit auch erfreulicherweise ziemlich hoch, sodass wir die Pflanzen nur selten anfeuchten – nie richtig gießen müssen. Die Geranien sollen auch regelmäßig »geputzt«, das heißt, die welken Blätter entfernt werden. Steht ein solches Ideal-Quartier nicht zur Verfügung, weil Heizrohre die Kellerräume durchziehen, helfen wir durch Offenhalten des Kellerfensters, durch vierzehntägliches Gießen und durch Überbrausen des Bodens nach. In diesen warmen Kellerräumen ist natürlich besonders auf einen hellen Standort zu achten. Der Schnitt erfolgt am besten vor dem Einräumen, um eine Weiterentwicklung der Pflanze im Winterquartier gleich von Anfang an zu unterbinden; außerdem haben Geranien und Fuchsien den ganzen Winter über Zeit und Muße, junge Triebe vorbereitend auszubilden, die sich dann Anfang März sofort entwickeln können. Pflanzen, die erst im Frühjahr geschnitten werden, müssen sich dagegen sehr beeilen, um den Vorsprung der im Winter behandelten aufzuholen. Haben sich selbst in einem kühlen und hellen Keller krautige Triebspitzen von mehr als 8 cm Länge gebildet, so empfiehlt es sich, diese zu stutzen, um einen recht buschigen Wuchs zu erzielen. Die Pflanzen überwintern am besten im Balkonkasten. Etwa Ende Februar bis Anfang März werden sie ohne Beschädigung des Wurzelballens herausgenommen und in den frisch gewaschenen, mit neuer Erde versehenen Balkonkasten wieder eingesetzt. Wir stellen die Kästen dann an einem möglichst hellen Platz und etwas wärmer (bis + 15°C) auf und steigern die Wassergaben je nach der nun stetig zunehmenden Entwicklung von Trieben, Blättern und Knospen und nach der im Aufenthaltsraum herrschenden Temperatur. Krankheiten und Schädlinge
Gut und ordnungsgemäß gepflegte, mit Wasser und Nährstoffen in guter, gesunder Erde stehende Balkonpflanzen werden uns nur selten Kummer machen. Und doch entdeckt man an den Balkonbewohnern aus dem Pflanzenreich Krankheiten und Schädlinge, gegen die dann schleunigst etwas unternommen werden muss. Echter Mehltau
Der Echte Mehltau, der die Blätter welken, schrumpfen und abfallen lässt, ist an einem mehligen, grauweißen Belag leicht zu erkennen. Bekämpfung: Spritzen oder stäuben mit Spezial-Pilzgiften, befallene Pflanzenteile absammeln und in den Mülleimer werfen. Falscher Mehltau
Tritt er auf, dann fallen die Blätter ab, und die Pflanzenteile sind ebenfalls grauweiß gepudert, fangen aber an zu faulen. Bekämpfung: Spritzen mit Spezialpräparaten. Rostpilze
Sie rufen Vergilben und Abfallen der mit rostroten Pusteln übersäten Blätter hervor. Bekämpfung: befallene Pflanzenteile abschneiden, in den Mülleimer werfen, Spritzmittel anwenden. Grauschimmel (Botrytis)
Oft leiden Geranien im Herbst, vor allem aber auch im Winterquartier unter der Grauschimmelfäule. Wirksam sind Spritzungen mit Spezialpräparaten. Im Gartenfachgeschäft erfragen. Blattläuse
Die grünen bis schwarzen Läuse sind meist deutlich zu erkennen. Wenn nicht, so zeugen verkrüppelte Blätter von ihrem Auftreten. Bekämpfung: durch Spritz- und Stäubemittel. Wollläuse und Schmierläuse
Diese sitzen in den Blattachseln oder unter den Blättern. Zu erkennen an wolligweißen Wachsausscheidungen. Bekämpfung: durch Spritzmittel wie bei Blattläusen. Schildläuse
Sitzen unbeweglich unter kleinen Schildchen. Bekämpfung: mit Blattlausbekämpfungsmitteln oder mit Spezialpräparaten. Blasenfüße (Thrips)
Mikroskopisch kleine Insekten, die an Knospen, Blüten und Blättern saugen. Blätter schimmern dann silbrig, um anschließend fleckig und gelb zu werden. Bekämpfung: mit Blattlausmitteln. Weiße Fliege (Mottenschildlaus)
Sitzen vornehmlich an Fuchsien und Fleißigen Lieschen. Es sind sehr kleine, weiße Insekten, deren Larven unter Schildchen auf den Unterseiten der Blätter sitzen. Bekämpfung: mit Spezialpräparaten wie Ambush. Rote Spinne (Spinnmilbe)
Zu erkennen an den zarten Gespinsten an den Blattunterseiten; Blätter bekommen gelbe Flecken und fallen ab. Bekämpfung: mit Blattlausmitteln. Balkonpflanzen-Auswahl
Ab April/Mai, wenn es an das Bepflanzen der Balkonkästen geht, hat der Blumenfreund die Qual der Wahl. Viele Pflanzen stehen zur Verfügung, um die Kästen mit buntem Blütenleben zu erfüllen. Geranien und Petunien natürlich für die Sonnenseite, Fuchsien und Knollenbegonien für sonnenabgewandte Lagen. Allein schon die unendlich vielen Sorten dieser 4 typischen Balkonpflanzen würden ausreichen, um meterlange Balkons alljährlich wieder anders aussehen zu lassen. Neben diesen am weitesten verbreiteten Balkonpflanzen stehen zahlreiche Einjahrsblumen bereit, mit denen man nicht viel Federlesens machen muss, weil sie im späten Herbst, manche auch schon früher, ihr Pflanzenleben beendet haben. Das ist kein Nachteil, denn ihr Flor beginnt früh im Jahr, meist im April, und wird erst durch den ersten Frost gestoppt, was bedeutet, dass viele von ihnen, z. B. Tagetes und Semperflorens-Begonien, bis zu 7 Monate blühen! Diese beiden Sommerblumen sollte man auch deshalb beachten, weil sie Hitze und Regen gut vertragen. Es sollte nicht alles durcheinander gepflanzt werden. Wer mehrere Balkonkästen besitzt, der nehme 2-3 Pflanzen unterschiedlicher Gattungsherkunft, wie z. B. rote Geranien und gelbe Pantoffelblumen oder rosafarbene Semperflorens-Begonien und blaue Lobelien; ihr Wachstum ist ähnlich und die Farbwirkung sehr reizvoll. Geranien können unter sich bleiben und dabei wunderschön wirken, wenn man beispielsweise eine rote hängende und eine aufrecht wachsende weiße Sorte kombiniert oder eine »normale« Sorte mit einer Art, die farbige Blätter besitzt, zusammenpflanzt. Bei Petunien sind die Möglichkeiten noch größer. BalkonpflanzenBlauer Leberbalsam, gelbe Pantoffelblumen und weiße Zwergmargeriten. Blausternchen und Leberbalsam (Ageratum houstonianum)
Hellblaue, blaurote oder rosafarbene Blüten an dichten runden Büschen. Sehr reichblütig. Höhe 8-15 cm. Blütezeit Mai bis September; lässt sich durch Ausschneiden der Blütenköpfchen verlängern. Standort in voller Sonne. Pflanzung mit 15 cm Abstand. Nicht zu eng pflanzen! Regelmäßig, aber nie zuviel gießen. Abgeblühte Blütenstände entfernen. Bis Mitte August alle 3 Wochen düngen. Begonia-Knollenbegonien-Hybriden
Knollengewächs. Mehrjährig. Aufrecht wachsende und herabhängende Sorten. Die herrlichen weißen, rosafarbenen oder roten Blüten stellen einen vorzüglichen Schmuck für unseren Balkon dar. Viele Züchtungen mit gefüllten, einfachen, gefransten, gekrausten und gestreiften Blüten. Niedrige Sorten werden bis 15 cm hoch, höherwachsende bis 30 cm. Blütezeit Mai bis Oktober. Lieben halbschattige Plätze, entwickeln ihren prächtigen Flor selbst noch in vollschattigen Lagen. Auspflanzen in eine nährstoffreiche Blumenerde mit (je nach Größe) 20-30 cm Abstand. Immerblühende Begonie (Begonia-Semperflorens-Hybriden)
Unermüdlich blühend. Aufrecht wachsend. Zahlreiche Sorten mit roten, rosa oder weißen Blüten in vielen Farbschattierungen. Blütezeit von Mai bis zum Eintritt des Frostes. Standort in voller Sonne. Pflanzung mit 15-20 cm Abstand. Regelmäßig gießen, aber Vorsicht vor übermäßigen Wassergaben. Abgeblühte Blütenstände auskneifen. Pantoffelblume (Calceolaria integrifolia)
Mehrjährig. Kann überwintert werden. Aufrecht wachsend. Diese gelbblühende, je nach Sorte 20-40 cm hoch wachsende, strauchige Balkonpflanze ist sehr anspruchslos und sollte mehr als bisher in den Balkonkästen Verwendung finden. Die Leuchtkraft ihrer Blütenfarbe ist bestechend. Blütezeit Mai bis Oktober. Durch ständiges Ausschneiden des Abgeblühten lässt sich der Flor verlängern. Standort hell bis halbschattig. In 20-25 cm Entfernung auspflanzen. Um einem Austrocknen vorzubeugen, die Pflanzen möglichst tief in die Erde einsenken. Wöchentlich düngen und reichlich gießen. Winteraster und Herbstchrysantheme (Chrysanthemum-Indicum-Hybriden)
Aufrecht wachsend. Von den oft fälschlich als »Winterastern« bezeichneten Chrysanthemen eignen sich für die Herbstpflanzung in erster Linie die klein- und kleinstblumigen Sorten, die zur Blütezeit über und über mit Blüten übersät sind. Die Sortenvielfalt ist verblüffend. Wo sich also ein Platz in Balkonkästen oder anderen Pflanzgefäßen findet, sollte man Chrysanthemen pflanzen. Blütezeit je nach Art und Sorte von September bis November. Chrysanthemen können ohne Schaden in voller Blüte eingepflanzt werden; sie sind deshalb an keinen Standort gebunden. Bei der Pflanzung achte man darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Danach 2 Tage kräftig wässern. Regelmäßig gießen, aber nie absprühen. Topfheide, Silberblatt, EfeuHerbst auf dem Balkon: rote Topfheide, Silberblatt und Efeu. Blaues Gänseblümchen (Brachycome multifida)
Einjährige Sommerblume mit vielen himmelblauen asternähnlichen Blüten, die den runden Busch mit seinen zarten Blättchen fast völlig bedecken. Das »Blaue Gänseblümchen« blüht monatelang und kann in Balkonkästen, Pflanzkübel oder Ampeln gesetzt werden. In Ampeln wirken die Blaublütigen besonders schön. Da sie sich erfreulicherweise ziemlich ausbreiten, genügt eine Pflanzentfernung von 30 cm. Eine Überwinterung ist nicht zu empfehlen. Vermehrt wird durch Stecklinge, 3-4 in einen kleinen Topf, der anfangs auf einen Heizkörper gestellt werden sollte. Topfheide (Erica gracilis)
Die Topfheide ist für den Balkon einjährig. Wird in voller Blüte mit meist dunkelrosa bis roten, aber auch weißen Blüten geliefert. Eriken werden in voller Blüte gekauft. Es gibt daher kein Warten auf das Eingewöhnen und die Blütezeit! Sie behalten ihre Schönheit bis in den Winter hinein. Da sie blühend angeboten werden und sich nur noch wenig Knospen entwickeln, spielt der Standort keine Rolle. Tauchen Sie die Töpfe erst einmal tief ins Wasser, bis die Wurzelballen gut durchfeuchtet sind. Pflanzen Sie die Eriken dann ohne Topf ein, sodass der ganze Ballen mit Erde bedeckt ist. Dann gründlich angießen; darauf achten, dass ein etwa 2-3 cm hoher Gießrand bleibt. Reichlich gießen! Fuchsie (Fuchsia-Hybriden)
Mehrjährig. Müssen frostfrei überwintert werden. Aufrecht wachsende und herabhängende Sorten mit weißen, roten, gelben, blauvioletten Blüten. In zahlreichen gefüllt- und einfachblühenden Sorten erhältlich. Höhe 20-40 cm. Blütezeit von Mai bis zum Eintritt des Frostes. Lieben halbschattige und schattige Lagen, wachsen und blühen aber auch in der Sonne. Pflanzung nie enger als mit 25 cm Abstand. Fuchsien lieben eine nahrhafte Erde und ab Beginn des Wachstums wöchentliche Düngegaben. Reichliche Wassergaben sind notwendig. Abgeblühte Blütenstände entfernen. Vor dem Frostbeginn in nicht zu große Töpfe setzen und kühl, bei +6-8°C überwintern. Bereits zu dieser Zeit zurückschneiden. Ab Februar wärmer aufstellen. Fuchsien werfen im Winter das Laub, deshalb nur sehr sparsam am Überwinterungsort gießen. Vanilleblume (Heliotropium arborescens)
Einjahrsblume. Aufrecht wachsend. Bis 50 cm hohe Pflanzen mit dunkelblauen Blüten, die einen angenehmen Vanilleduft ausströmen. Blütezeit Juni bis Oktober. Standort warm bis sonnig. Pflanzung mit 20-25 cm Abstand. Nehmen mit jeder Erde vorlieb; leichte, sandige Erde wird jedoch bevorzugt. Keine besonderen Ansprüche, nur gelegentliche Düngergaben und regelmäßig gießen. Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana)
Mit »Fleißiges Lieschen« werden oft auch fälschlicherweise die Begonia-Semperflorens-Hybriden bezeichnet (siehe dort). Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Regen und ihre Blühwilligkeit ist hoch zu loben. Höherwachsende (25-30 cm) und niedrige bis kriechende Formen (15-20 cm) mit orange-bis scharlachroten, auch zweifarbigen Blüten. Blütezeit Mai bis Oktober. Standort sonnig oder halbschattig. Wachsen auch an solchen sonnenabgewandten Stellen, wo andere Pflanzen versagen. Pflanzung mit 20-30 cm Abstand. Reichlich und regelmäßig gießen. Wandelröschen (Lantana-Camara-Hybriden)
Mehrjähriges Kleingehölz mit wunderschönen Blüten in leuchtenden Pastelltönen. Da gibt es weiße, gelbe, orange, rosa, rote, blaue und lila Farben, die sich meist im Laufe der Blütezeit verändern, weshalb man die Lantanen auch Wandelröschen nennt. Blütezeit vom Frühsommer bis zum Frost. Standort hell und sonnig. Pflanzung mit 20-30 cm Abstand. Wandelröschen blühen mehrere Monate lang, wenn die Pflanzerde mit Volldünger angereichert wird. Haben die Lantanen richtig Fuß gefasst, erhalten sie jede Woche einen Düngguss. Ab Ende September jedoch wird Düngen und Gießen eingeschränkt, um die Pflanzen auf die winterliche Ruhezeit vorzubereiten. Männertreu (Lobelia erinus)
Einjährig. Überreiche Blüher mit zierlichen hellblauen bis dunkelblauen, aber auch weißen oder karminroten Blütchen. Aufrecht wachsende Sorten erreichen eine Höhe von 8-25 cm. Hängende Lobelien können Ranken bis zu 30 cm Länge hervorbringen. Blütezeit Juni bis Oktober. Durch Zurückschneiden kann die Blütezeit verlängert werden. Standort sonnig bis halbschattig. Pflanzung 10 cm Abstand. Nicht übermäßig nahrhafte Erde verwenden – auch genügen monatliche Düngegüsse -, da die Pflanzen sonst weniger Blüten hervorbringen und ihren straffen Wuchs verlieren. Keine besonderen Ansprüche. Steinkräuter, Blaufichte, ZwergfächerzypresseIm Pflanztrog:Blaufichte, Zwergfächerzypresse, davor einjährige Steinkräuter. Aufrechtwachsende Geranie (Pelargonium-Zonale-Hybriden)
Diese wohl beliebteste Balkonpflanze wird in zahlreichen Farbtönungen von Weiß über Orange, Hellrot bis zum dunkelsten Rot angeboten. Niedrige Sorten (bis 20 cm), mittelhohe und hohe, mit einfarbigen und bunten Blättern. Die Blüten sind einfach oder gefüllt. Blütezeit von Mitte Mai bis zum Eintritt des Frostes. Geranien lieben volle Sonne und können, bei regelmäßigen Wassergaben, die größte Hitze vertragen. Sie blühen aber auch an weniger sonnenbegünstigten Plätzen. Bei Frostgefahr sofort zur Überwinterung einräumen. Pflanzung je nach Größe mit 20-30 cm Abstand. Die Pflanzen wünschen eine kräftige, nährstoffreiche Erde, die mit Mineraldünger anzureichern ist. Reichlich und regelmäßig gießen. In der Hauptwachstumszeit sind wöchentliche Düngegaben unerlässlich. Geranien lassen sich mit Erfolg überwintern. Petunie (Petunia-Hybriden)
Von dieser einjährigen Balkonpflanze gibt es aufrecht wachsende und herabhängende Formen in riesiger Auswahl. Auch riesenblumige und gefüllt blühende Sorten machen viel von sich reden. Die Blüten mancher Formen besitzen einen gefransten oder gewellten Rand, andere wieder sind ungefüllt, einige mehrfarbig und wieder andere einfarbig. Unter den Aufrechtwachsenden befinden sich ausgesprochene Zwerge (20 cm) und Hochwachsende (50 cm). Ähnlich reichhaltig ist das Farbenspiel: Weiß, Rosa, verschiedene Rottönungen – Scharlachrot über Kupferrot bis zum dunkelsten Purpur -, Hellblau. Blütezeit von Anfang Mai bis zum Frost. Volle Sonne danken Petunien mit reichem Blütenflor; sie gedeihen aber auch an halbschattigen Lagen. Pflanzung je nach Größe und sorteneigenem Wachstum mit 20-25 cm Abstand; keinesfalls enger pflanzen! Die wichtigste Pflegemaßnahme ist das ständige Entfernen der abgeblühten Blütenstände. Aufrechtwachsende an Stäben hochbinden. Regelmäßig gießen, aber nie zu feucht halten. Ab Mitte Juni muss eine wöchentliche Düngung durchgeführt werden. Feuersalbei (Salvia splendens)
Einjahrsblume mit herrlich leuchtendroten Blüten. Aufrecht wachsend. Schneidet man nach der ersten Blüte die Blütenstände ab, kann sich die Blütezeit von Juni an über den ganzen Sommer hin erstrecken. Ein heller Standort ist notwendig. Durchlässig und recht nahrhaft soll die Erde sein. Pflanzabstand 20-30 cm. Das Gießen mit großer Vorsicht durchführen, denn bei zu großer Feuchtigkeit werfen Salvien leicht die Blätter. Studentenblume (Tagetes)
Einjährige Sommerblumen, die für den Balkon genauso empfehlenswert schön sind wie Geranien. Sorten gibt es so viele, dass man jahrzehntelang neue ausprobieren kann: schwefelgelbe, goldgelbe, orangefarbene Sorten mit gekraustem oder glattem Blütenrand, halbhohe (30-50 cm) und niedrige Sorten (20-30 cm), einfach und gefüllt blühende Sorten. Blütezeit von Mitte Mai bis zum Eintritt des Frostes. Standort vollsonnig. Pflanzung je nach Sorte mit 15-20 cm Abstand. Kräftige Erde und wöchentliche Düngegaben erwünscht. Gleichmäßig feucht halten. Samenstände entfernen. Eisenkraut (Verbena-Hybriden)
Die reiche Farbskala dieser einjährigen Pflanzen reicht von Weiß über Rosa und Rot bis zu blauen und violetten Tönen. Die blauen und violetten Farbtöne sind in der Überzahl. Es gibt niedrige Sorten von zierlichem Wuchs (bis 25 cm) und breitwachsende, die bis 40 cm hoch werden. Blütezeit Juli bis Oktober. Um ihre hübschen, pastellfarbigen Blüten richtig entfalten zu können, benötigen Verbenen einen hellen, sonnigen Standort. Pflanzung je nach Größe und Sorte mit 20-25 cm Abstand. Regelmäßig, aber nie zu reichlich gießen, auch an sehr sonnigen Tagen nur wenig wässern. Wöchentlich düngen. Werden die abgeblühten Blütenstände frühzeitig entfernt, blühen Verbenen zweimal. Blumenzwiebeln in Balkon- und Fensterkästen
Liebhaber frühlingsblühender Blumenzwiebeln pflanzen Hyazinthen, Tulpen, Narzissen und Krokusse mit bestem Erfolg auch in Balkonkästen und andere Pflanzengefäße. Hier können auch Anemone blanda, Schneeglanz (Chionodoxa), Winterling (Eranthis), Zwiebel-Iris-Arten (I. danfordiae und I. reticulata) und Blausternchen (Scilla) – am besten in der Nachbarschaft von immergrünen Gehölzen – wachsen und blühen. Als Erde nimmt man für diese Gefäße entweder Gartenerde mit Sand und Torf oder Blumenerde aus dem Fachgeschäft. Zu empfehlen sind Pflanzgefäße mit Abzugslöchern und einer 3 cm hohen Dränageschicht aus Kies oder Topfscherben. Die Zwiebeln kommen genauso tief in die Erde wie im Garten. Nur dichter werden sie gelegt, um den Platz gut auszunutzen. Gepflanzt wird im September. Nun zur Überwinterung draußen im Freien: 1. Möglichkeit: Die Kästen oder Schalen in einer Ecke auf dem Balkon, der Terrasse oder in der Garage aufstellen, handhoch mit feuchtem Torf abdecken und bei Frost mit Säcken, dicken Plastikfolien (Torfsäcken) zudecken. 2. Möglichkeit: Holzkisten zimmern, diese innen mit Styroporplatten frostsicher isolieren, auf den Boden 5 cm hoch Torf ausbringen. Gefäße hineinstellen, mit 10 cm hoher Torfschicht abdecken und Deckel drauf. In geheizten Kellern ist eine Aufstellung der Gefäße nicht möglich. Aufpassen, dass die Erde in den Kästen nicht austrocknet! Etwa Ende Februar bis Anfang März sind dann die ersten Triebspitzen zu sehen. Dann holen wir die Pflanzgefäße aus ihrem Einschlag und stellen sie dort auf, wo wir sie haben möchten. Sichtschutz durch Blätter und Blüten
Manchmal geht es nicht anders: Wir müssen uns abschirmen vor den Blicken allzu Neugieriger oder wollen ganz einfach ganz für uns allein die Beschaulichkeit des Feierabends auf dem Balkon genießen. Manche bauen als Schutz Wände aus Holz, Steinen, Schilfmatten oder anderen toten Materialien. Aber so recht behaglich werden diese Sitzplätze erst, wenn kletternde, rankende oder schlingende Pflanzen diese Rolle übernehmen. Mit Lianen lässt sich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden; denn sie bieten Sichtschutz und erfreuen uns durch einen prächtigen Blütenflor und durch bunte Blätter. Und sind Terrasse oder Balkon auch noch so klein: die Lianen sorgen für quadratmetergroße Gärten, die zu beschaulichen grünen Stuben werden können. Warum denn immer Balkonkästen und Pflanzgefäße mit Geranien und Petunien? Es gibt auch andere Pflanzen, die in die Höhe wachsen: einjährige Ranker und Kletterer und mehrjährige aus dem Reich der Blütengehölze. Unten eine Auswahl von Rank- und Kletterpflanzen. Lockenrebe (Cobaea scandens)
Große Blüten, die anfangs reinweiß sind, sich später dann hellviolett oder weinrot verfärben. Blütezeit Juli bis Oktober. An sonnigen, immer aber geschützten Plätzen in recht nahrhafte Erde pflanzen. Gedeiht auch noch an halbschattigen Plätzen. Wöchentliche Düngung und reichliche Wassergaben sind unbedingt erforderlich. Zierkürbis (Cucurbita pepo var. ovifera)
Bei Zierkürbissen erfreuen uns die raschwachsenden, 2-4 m langen Ranken und die reizvollen, verschieden geformten, einfarbigen oder gestreiften Früchte, die allerdings ungenießbar sind. Blütezeit Juni bis September. Standort sonnig bis halbschattig. Die Kürbiskörner werden ab Mai zu dreien direkt in die Balkonkästen gelegt und nur fingerdick mit Erde bedeckt. Zierkürbisse erhalten von Juni bis August wöchentlich Volldünger und reichlich und regelmäßig Wasser. Prunkwinde(Ipomoea)
Dieser schnellwachsende, unermüdlich blühende einjährige Schlinger überrascht durch wunderschöne Trichterblüten in Himmelblau, leuchtendem Purpur, Weinrot oder Weiß. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von 2-3 m und müssen an Stäben oder Gittern hochgebunden werden. Blütezeit von Juni bis September. Standort sonnig. Prunkwinden lassen sich leicht aus Samen heranziehen. Ausgesät wird Mitte März in Schalen oder Töpfen am Zimmerfenster. Die Samen gehen schon nach 14 Tagen auf; man setzt die Pflanzen dann in kleine Töpfe und ab Mitte Mai in die Kästen. Die Triebe sofort zu Beginn des Wachstums an Stäben oder Gittern hochbinden! Hauptbedingung für gutes Wachstum sind wöchentliche Düngegaben von Juni bis August, Gießen und das Entfernen abgeblühter Blütenstände. Wohlriechende Wicke (Lathyrus odoratus)
Einjährige Rankpflanze mit duftenden Blüten in vielen Farben. Blütezeit Juni bis September. Standort möglichst sonnig und geschützt. Pflanzung – bzw. Aussaat (je Loch 2-3 Körner, 5 cm tief) in 20 cm Abstand. Zu empfehlen sind Mischungen verschiedener Farben. Danach sofort für Stäbe sorgen oder Fäden ziehen, an denen sich die Triebe emporranken können. Alles Abgeblühte regelmäßig entfernen und die Ranken sorgfältig hochbinden, damit kein Lianen-Wirrwarr entsteht. Wichtig: ab Mitte Juni/Anfang Juli wöchentlich düngen. Efeugeranie (Pelargonium-Peltatum-Hybriden)
Die reichblütigen herabhängenden Geranien mit ihren glänzenden, efeuähnlichen Blättern und weißen, roten, rosafarbenen und hell violetten, gefüllten oder einfachen Blüten besitzen eine ähnlich berechtigte Beliebtheit wie ihre aufrecht wachsenden Vettern. (Es gibt auch aufrecht wachsende und halbhängende Sorten.) Blütezeit von Mitte Mai bis zum Beginn des Frostes. Standort in voller Sonne, aber auch halbschattig. Efeugeranien sollte man mit mindestens 30 cm Abstand auspflanzen, da sie sich stärker ausbreiten und mehr Blattmasse als die Zonalpelargonien bilden. Bereits bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass die Pflanzen vorsichtig eingesetzt werden; ihre Triebe brechen leicht! Pflegemaßnahmen, Überwinterung und Vermehrung wie bei Pelargonium-Zonale-Hybriden. Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata)
Dieser hübsche, etwa 1,5 m hoch werdende einjährige Ranker besticht durch seine gelben oder weißen trichterförmigen Blüten, die auf dünnen, langen Stielen sitzen. Die Triebe winden sich an Klettergerüsten, Stäben oder Gittern reizvoll empor. Blütezeit Juni bis Oktober. Eine besonders reiche Blüte erzielt man auf sonnigen, etwas geschützten Balkons. Thunbergien brauchen viel Platz, deshalb pflanzen wir mit 40 cm Abstand. Gleich bei der Pflanzung bekommen sie einen Stab zum Emporwinden. Sie wollen regelmäßig, aber nie übermäßig gegossen und immer sorgsam angebunden werden. Kapuzinerkresse (Tropaeolum)
Einjährige Sommerblume, je nach Art aufrecht wachsend oder herabhängend, in den Blütenfarben Hellgelb, Goldgelb, Orangerot bis zum tiefsten Dunkelrot. Einfach und gefüllt blühende Formen. Blütezeit Juni bis Oktober. Fühlt sich an vollsonnigen, aber auch an halbschattigen Plätzen wohl. Pflanzung mit 20 cm Abstand. Die Erde soll nach Möglichkeit recht nahrhaft sein. Keine besonderen Ansprüche. Wasserpflanzen für Balkon und Terrasse
Wir Blumenfreunde merken es kaum. Immer näher kommt der Garten mit seinen blüheifrigen Einjahrsblumen, Stauden und Sträuchern ans Haus. Und bereitwillig wird den farbenprächtigen Gästen von Beeten und Rabatten Platz gemacht; denn sie alle, diese einstmals »wilden« Gesellen aus heimischer Flur, bereichern das Pflanzenleben von Blumenbank und Fensterbrett, von Balkon und Terrasse um viele blatt- und blütenschöne Akzente. Vielen Nadelgehölzen, Blütensträuchern und Sommerblühern gelang bereits der Sprung in höhere Regionen. Sie bevölkern Balkonkästen, Vasen, Schalen, Kübel und so manche Blumenfenster. Die Zauberwelt der Wasserpflanzen, der Seerosen, Binsen und anderer reizvoller Gestalten aus dem Reiche des feuchten Elementes warten jedoch noch immer auf eine Einladung zur Pflanzen-Party auf Balkon und Terrasse. Richtige, der Natur abgelauschte, kleine Teiche lassen sich ohne große Mühen bereitstellen und bepflanzen. In Gefäßen aus Asbestzement oder besser noch aus Holz können Zwergseerosen blühen, die ja nur einen Wasserstand von 20-30 cm Tiefe über ihrem Wurzelstock benötigen. Für ihre größeren Schwestern jedoch sind diese Miniatur-Wasserbecken zu klein. Sie gehören in größere Wasserbecken, in richtige Gartenteiche. Den Zwergseerosen leihen wir die Gesellschaft der Zebrasimse (Scirpus tabernaemontani Zebrinus) mit ihren halbmeterlangen, weißlich quergestreiften, peitschenförmig geformten Blattstielen, deren Wurzeln nur 10 cm unter dem Wasserspiegel stehen wollen. Lustig anzuschauen und in der Gestalt reizvoller Gegensatz zur Simse sind die nadelartigen, grünen Quirle des Tannenwedels (Hippuris vulgaris), der nur 5 cm Wasser über sich braucht. Dieses Wasserbecken von 1 m Durchmesser kann aber wenigstens noch einen Gast beherbergen, vielleicht den Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica), der, 10 cm unter dem Wasserspiegel aufgestellt, von Juli bis September mit vielen weißen Blütenrispen zu überraschen weiß. Doch damit nicht genug. Noch viele wunderschöne, merkwürdig geformte, prächtig blühende, interessante Wasser- und Schwimmpflanzen können unseren Teich auf dem Balkon zu einer vielbestaunten Sehenswürdigkeit machen. Immer aber gilt: weniger ist mehr! Die Pflanzung ist einfach. Sie wird in einer etwa 20 cm tiefen Erdschicht aus ungedüngter Lehmerde vorgenommen. Wer keine hat, kann abgepackte, fertige Wasserpflanzenerde verwenden, die bereits vorgedüngt ist. Es gibt sie im Fachhandel. Auf die Erde kommt dann eine etwa 2 cm hohe Kiesschicht, damit das Wasser sauber bleibt und die Pflanzen einen festen Halt im Erdreich bekommen. Sollte unbefriedigendes Wachstum eine Nährstoffzufuhr unumgänglich machen, dann halte man sich an einen Experten-Tipp: Die Düngemittel (eine Mischung aus Hörn- und Knochenmehl, noch besser ist ein Naturdünger wie echter Guano) mit Lehm zu kleinen Kugeln formen und unter die Erde drücken. Anstelle der selbstgefertigten Düngekugeln können auch Düngetabletten verwendet werden.

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Info 23.11.2017 19:16
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