Klimme – Cissus

Die Klimmen sind grünblättrige, teilweise auch wundervoll gefärbte und sämtlichst rankende Pflanzen, die man entweder herabhängen oder an Spalieren klettern lassen kann. Sie alle haben in Aussehen und Pflegewünschen vieles gemeinsam, nur ihre Temperaturansprüche sind unterschiedlich. CissusCissus antarctica Schnelles Wachstum und bewunderungswürdige Genügsamkeit an Licht und Wärme sind die großen Tugenden der Rautenblättrigen Klimme (Cissus rhombifolia, früher Rhoicissus rhomboidea). Ihre dünnen Triebe, vollbesetzt mit rautenförmigen Blättern, gleich den Blattstielen mit einem bräunlichen Filz bedeckt, klettern selbst bei ungünstigen Lebensbedingungen. Natürlich muss sie bei diesem immensen Wachstum reichlich und regelmäßig gedüngt werden. Die Düngung sollte schon bei der Erde, also beim Umtopfen beginnen; in der Hauptwachstumszeit düngen wir dann jede Woche einmal flüssig. Sollte das Wachstum stocken, die Blätter sich hell verfärben, so liegt das meist an unzureichender Ernährung; eine sofort verabreichte »Fütterung« hilft hier schnell heilen. Auch ist für regelmäßige Wassergaben Sorge zu tragen, wobei sich die Menge des Gießwassers immer nach der Raumtemperatur richtet. Im Sommer hat diese Klimme nichts gegen einen Aufenthalt im Garten oder auf dem Balkon einzuwenden, wenn man sie nicht gerade in die Sonne hängt. Im Winter dagegen steht sie gern kühler, bei 15-18°C, erträgt aber auch höhere Temperaturen. Jedem Blumenfreund bekannt ist auch der zu Recht beliebte Känguruwein oder »Russische Wein« (Cissus antarctica). Er wächst rasch, verzweigt sich stark und sitzt voller glänzender, frischgrüner, »gezähnter« Blätter. Selbst in dunklen Ecken wächst er zufriedenstellend. Hübsch anzusehen ist die Amazonas-Klimme (Cissus amazonica), deren meterlange Ranken voll mit spitzen, unterseits bläulichroten, oberseits blaugrauen Blättern geschmückt sind. Ellen danicaCissus rhombifolia Weit anspruchsvoller ist die wunderschöne Cissus discolor, deren rötlich bis samtigviolette Blätter im Winter abfallen; es sei denn, die Pflanze befindet sich in einem geschlossenen Blumenfenster bei gleichbleibenden Temperaturen. Da ist Cissus njegerre, mit ihren dreiteiligen, kleinen Blättern, die meist grün sind, bei guten Lichtverhältnissen jedoch eine intensivrote Behaarung bekommen können, aus anderem Holz. Sie wächst ohne Pflegemühe rasch und stark. Das schnelle Wachstum kann man überhaupt als hervorstechendes Merkmal der Klimmen bezeichnen, das sich zu unserer Freude vor allem dann bestätigt, wenn wir für regelmäßiges Gießen, einen sonnenabgewandten Platz sorgen und natürlich im Hinblick auf die vielen Blätter und Triebe die Düngung nicht vergessen. Dazu gilt grundsätzlich für alle: während der Ruhezeit von Oktober bis Februar weniger gießen (etwa halb soviel wie sonst) und nicht düngen. So wird die Entwicklung neuer, durch zu wenig Licht nicht lebensfähiger Triebe, unterbunden. Mit Ausnahme von C. discolor sind die Wärmeansprüche aller Cissus-Arten ziemlich gering, sie sind sogar für frische Luft dankbar. Zur Vermehrung schneiden wir die etwas verhärteten Spitzentriebe mit ein oder zwei Blättern ab und stecken sie sehr dicht in Töpfe mit sandiger Erde. Besonders schnell wachsen sie in einem beheizten Vermehrungsbeet bei 20-25°C Bodenwärme.

Forum (Kommentare)

Info 23.11.2017 19:26
Noch keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden.