Clivie – Clivia

Sie gehört zum festen Stamm des Zimmerpflanzenensembles, die treue, unverwüstliche und anspruchslose Clivie. Dank ihrer Robustheit übersteht sie gelassen die mannigfache Unbill des Zimmerlebens mit ihren wechselnden Temperaturen, dem Staub und der trockenen Luft. Doch damit nicht genug: als Krönung und Höhepunkt jedes Lebensjahres erfreut sie ihre Verehrer mit großen, prächtig gefärbten Blütendolden, die voller kleiner orangeroter Einzelblüten sitzen. Jahr für Jahr erscheinen diese herrlichen Blüten, je nach Zimmertemperatur, mal im März, im April oder im Mai. Und bei dieser regelmäßigen Blütenpracht nimmt es nicht wunder, dass in manchen Familien die Clivie von Generation zu Generation vererbt wird. Diese Veteranen tun immer noch fleißig mit und lassen sich keineswegs von ihren jüngeren Artgenossen in den Schatten stellen. Sie mögen auch gar keinen Schatten, die Jungen so wenig wie die Alten; stehen sie nämlich an lichtunbegünstigten Plätzen im Zimmer, dann lässt die Blüte manchmal jahrelang auf sich warten, oder sie bleibt festgeklemmt zwischen den immergrünen Riemenblättern stecken. Im Sommer allerdings steht die Clivie gern an einem sonnenabgewandten Platz im Freien; trotz dieses notwendigen Sonnenschutzes sind die Lichtverhältnisse hier aber ungleich besser als im Zimmer. CliviaClivia miniata Das Nichtblühen oder das Steckenbleiben der Blütenschäfte ist immer leicht zu vermeiden, wenn der Clivie von September bis Januar strikt und regelmäßig eine Ruhezeit gewährt wird. In diesen Monaten erhält sie einen kühlen bis mäßig warmen Platz (15-18°C), keinen Dünger mehr und nur so viel Wasser, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Nach diesen verdienten und notwendigen Wachstumsferien werden die Wassergaben – vor allem zur Zeit der Blüte – wieder gesteigert und bis Juli alle 2 Wochen eine tüchtige Portion Volldünger verabreicht. Gegossen wird in den Sommermonaten reichlich, aber nie zuviel, weil die weichen, fleischigen Wurzeln gegen Fußbäder etwas empfindlich sind. Im Winter tritt dann der Spritzball oder die Sprühdose in Aktion, die das Gießen so gut wie ersetzt und außerdem für saubere, staubfreie Blätter sorgt. Gelegentlich beschmutzen die Woll-, Schmier- und Schildläuse das sonst immer untadelige Blätterkleid der Clivie, ohne der Pflanze jedoch ernsthaften Schaden zuzufügen. Mit einem guten Pflanzenschutzmittel werden dann sorgfältig die Blätter abgespritzt, ohne dabei die Blattachseln zu vergessen, weil gerade hier die Läuse sich mit ihrer Brut gern häuslich niederlassen. Wohltuend und belebend für ältere Pflanzen wirkt ein Umtopfen, das aber nur alle 3-4 Jahre vonstattengehen sollte, um die etwas behäbige Clivie nicht in ihrer Ruhe zu stören. Wer will, kann gleichzeitig die Seitensprosse abtrennen, die einzeln in nicht zu große Töpfe gesetzt werden.

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Info 21.01.2018 15:37
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