Wachsblume – Hoya

Diese prächtige Kletterpflanze mit ihren hübschen, vielblütigen, weißlich bis blassrosa gefärbten Blütendolden, die einen ziemlich starken, aber angenehmen Duft ausströmen, vereinigt Anspruchslosigkeit und Blütenschönheit in seltener Harmonie. Allerdings lassen sich diese Tugenden nur durch sachgemäße Pflegemaßnahmen erhalten. WachsblumeHoya bella Neben der Hoya carnosa, von der es auch eine Sorte mit gelbgerandeten Blättern gibt, ist eine weitere Art, nämlich Hoya bella, erwähnenswert. Diese hat kleine spitze Blätter und zierlichere, ebenfalls duftende, weiße Blütchen. Sie wächst etwas schwächer, blüht aber länger, vom April an bis zum Herbst. Wachsblumen sind ungestüme Wachser, deren lange Ranken an einem Spalier gebändigt werden müssen. Beim Festbinden der Ranken ist zu beachten, dass die Blätter alle nach einer Seite schauen. Unsere Hoya ist »lichthungrig« und setzt alle verfügbaren Blätter ein, um das lebenswichtige Licht einzufangen. Deshalb zeigt sie sich unwillig, wenn man sie des Öfteren hin und her bewegt; sie verlangt ihren Stammplatz, von wo die Breitseite der Blätter nach draußen, zum Lichte, zeigt. Wachsblumen sind auch leidenschaftliche Sommerfrischler und verleben die warme Jahreszeit gern an einem sonnengeschützten Plätzchen auf dem Balkon oder im Garten. Im Freien wie im Zimmer erhalten sie regelmäßige, aber durchschnittlich hohe Wassergaben. Gedüngt wird bereits ab März in vierzehntäglichem Abstand, damit die Wachsblume nach dem Winterschlaf wieder recht zu Kräften kommt und Knospen und Blüten ausreichend mit Nährstoffen versorgen kann. Wenn die Blütezeit vorüber ist, gönne man der Pflanze eine den Winter über dauernde Ruhezeit, dazu kommt sie an einen kühlen Standort, wird nur noch sehr wenig gegossen und überhaupt nicht mehr gedüngt. – Vermehrung durch Triebspitzen.