Palmen – Palmae

Palmen erwecken die Vision von sonnendurchfluteten Meeresstränden in südlichen Ländern. Bei uns daheim scheinen sie sich aber trotz ihrer exotischen Herkunft wohlzufühlen. So kann man diese großen, aufstrebenden Pflanzen als attraktive Mittelpunkte des Wohnzimmers aufstellen, sodass der Begriff »grünes Wohnen« wirkungsvoll Gestalt annehmen kann. Cocos weddellianaCocos weddelliana Die beachtliche Widerstandsfähigkeit gegen die mannigfache Unbill des Zimmerpflanzenlebens lässt eine grundsätzliche Empfehlung dieser vielbesungenen Blattpflanzen auf jeden Fall zu. Nur heißt es, die unterschiedlichen Wünsche der verschiedenen Palmengattungen genau zu beachten. Howeia belmoreanaHoweia belmoreana Nicht alle sind so anspruchslos wie die gute, alte Dattelpalme (Phoenix canariensis), die als Kübelpflanze in einem möglichst hellen Keller bei +8-10°C überwintert und im Sommer gern auf der Terrasse oder irgendwo im Garten an einem sonnigen Plätzchen steht. Ebenfalls einen sonnigen Sommeraufenthalt im Freien und den gleichen Platz im Winter wünschen die kleine, knapp 1m große Zwergpalme (Chamaerops humilis) und die etwas größere Hanfpalme (Trachycarpus fortunei). Diese drei Unverwüstlichen erhalten im Sommer reichlich Wasser, im Winter, entsprechend ihrem kühlen Standort, weniger Flüssigkeit. Das Wohlbefinden und damit auch das Wachstum und die Schönheit der Wedel aller Palmen wird wesentlich durch das oftmalige Abspritzen der Wedel und die Verwendung von enthärtetem Wasser zum Gießen gesteigert. Auch müssen die jungen Wedel vor den sengenden Strahlen der Mittagssonne geschützt werden. Chamaedorea elegansChamaedorea elegans Auf keinem guten Fuß mit der Sonne stehen 4 andere Palmengattungen, die außerdem auch kein Winterquartier im Keller beziehen, sondern die kalte Jahreszeit im Zimmer bei Temperaturen um 15°C überdauern. Diese Umweltbedingungen wünschen: die fiederblättrige, alljährlich schon als kleine Pflanze blühende, zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans), die eleganten, allbekannten Kentiapalmen (Howeia belmoreana, Howeia forsterana) und die besonders reizvolle Zwergdattelpalme (Phoenix loureirii) mit der Zimmereignungsnote »sehr gut«. Der Inbegriff begehrenswerter Palmenschönheit aber ist das Kokospälmchen, mit dem botanischen Namen Microcoelum weddelianum, früher Cocos weddelliana genannt. Die wunderhübschen, graziösen Wedel dieser kleinen reizvollen Palme sind schon eine wahre Augenweide. Allerdings lässt sich das Kokospälmchen auch gern verwöhnen: Die Zimmertemperaturen dürfen nie unter 18°C absinken, und der Standort soll hell, aber sonnenabgewandt sein. Das immer wieder empfohlene »Fußbad« für diese Palme kann zu Schäden führen! Besser ist ein Einstellen des Blumentopfes in einen mit nassem Torf gefüllten Untersatz. Palmen sollen, je nach der Wüchsigkeit, alle 3-4 Jahre einen neuen Topf erhalten, der mit einer Schicht Topfscherben ausgelegt wird; die Palmen haben nämlich die Angewohnheit, mit ihren dicken Wurzeln die Abzugslöcher zu verstopfen. Und alle Palmen wollen ausreichend »gefüttert« werden: von März bis August bekommen sie jede Woche einen nicht zu hoch bemessenen Düngeguss. – Vermehrung durch Samen. Saatschalen auf die Heizung stellen. Die Keimzeit dauert oft lange.

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Info 14.12.2017 16:07
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