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Granatapfel – Punica granatum

Der Granatapfel war früher ein bewundertes Kleinod in der reizvollen Schar der Kübelpflanzen. Heute ist er noch mehr. Fleißige Gärtner schufen den Zwerg-Granatapfel, der trotz seines niedrigen Wuchses nichts von der Schönheit seines hochwachsenden Vetters eingebüßt hat. Im Gegenteil. Für den »Kleinen« ist kein Garten, keine Terrasse oder ein ähnlicher Aufenthaltsort nötig, er wächst und blüht brav und fleißig an jedem Blumenfenster. Außerdem blüht er schon als ganz junge Pflanze. Punica granatumPunica granatum Granatäpfel, gleich ob groß oder klein, lieben kühle Überwinterungsräume, bei Temperaturen um +8°C und eine Ruhezeit nach der Blüte bis in den Februar hinein. Das nämlich ist das »Geheimnis« des Granatapfel-Wohllebens: ab September nicht mehr düngen und nur noch die Hälfte der Wasserration verabreichen. Um diese Zeit »reifen« die Triebe und bilden die Blütenknospen für das nächste Jahr. Wer aber immer weiter düngt und gießt, wird viele blattreiche Zweige, niemals aber Blüten sehen. Im Sommer gießen wir jeden zweiten Tag oder tauchen den Topf einmal in der Woche. Vierzehntäglich (aber nur von März bis Juli) erhält der Granatapfel eine tüchtige Nährstoffmahlzeit. Ab Mai sollte er auch ein luftiges Plätzchen bekommen, entweder im Garten, auf dem Balkon oder an einem weit geöffneten Fenster. Sonnenstrahlen stören ihn genausowenig wie trockene Luft. Alle 2-3 Jahre braucht der Granatapfel neue Erde und ein neues, aber nie viel größeres Gefäß. – Vermehrung durch halbholzige Zweigspitzen nach dem Austrieb, gelingt in einem geheizten Vermehrungsbeet.

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