Gloxinie – Sinningia

Große, glockenförmige, prächtig gezeichnete Blüten in vielfältigen Farbtönen erheben sich über einem sattgrünen, kreisförmigen Blätterkranz und machen die Gloxinie zum Mittelpunkt des sommerlichen Zimmerpflanzenlebens auf der Fensterbank. Oft wird die Gloxinie als überempfindlich hingestellt. Sie ist es nicht, wenn man ihr einige Wünsche erfüllt. Zum Wohlbefinden dieser prächtigen Blütenpflanze gehört ein heller Platz, geschützt vor Zugluft und sengenden Sonnenstrahlen. Das Gießen ist mit besonderer Sorgfalt vorzunehmen; wir verwenden nur lauwarmes, möglichst kalkfreies Wasser, das vorsichtig an den Rand des Topfes gegeben wird, um Fäulnis am Stammgrund zu vermeiden. Wer ganz sichergehen will, gießt in den Untersetzer, aber nur soviel, wie die Gloxinie im Laufe eines Tages an Wasser aufnehmen kann. Ein Spritzen oder Sprühen ist unerwünscht. Allerdings ist zu sagen, dass die Gärtner immer widerstandsfähigere Sorten züchten, die die empfindlichen Gloxinien nach und nach ablösen. So gehört diese Blütenpflanze zu den »Anspruchslosen«. SinningiaSinningia-Hybride Dieses hübsche Gesneriengewächs braucht nicht nur einen Sommer zu blühen, denn »Wiederbelebungsversuche« zeigten schon manchen Erfolg. Dazu lässt man die Pflanze nach der Blüte eintrocknen, stellt sie an ein nicht zu kühles Plätzchen (bei 12-15°C) und nimmt im Januar/Februar die auf diese Weise ausgereiften Knollen aus dem Topf, schüttet die verbrauchte Erde fort, schneidet die Wurzeln ab und legt die Knollen dann auf einen mit neuer Erde gefüllten Blumentopf. Im warmen Zimmer aufgestellt, wird dann entsprechend der Entwicklung von Blättern und Blüten erst wenig, später mehr gegossen. Ähnlich geht die Anzucht von Schiefteller vor sich. Die trockenen Wurzelstöcke sind (in mehreren Sorten) in Gartenfachgeschäften erhältlich. Sie werden in Blumengefäße gelegt und entsprechend ihrer Entwicklung erst wenig, später mehr gegossen.

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Info 18.01.2018 04:53
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