Blattfahne – Spatiphyllum

Sie stand lange im Schatten ihrer großen Blattpflanzen-Brüder Philodendron und Monstern und hielt sich bescheiden zurück vor dem Blütenglanz ihrer Schwestern Calla und Anthurium. Bis zu dem Tage, an dem Gärtner und Blumenfreunde entdeckten, dass sich bei diesem Aronstabgewächs hohe Zimmerpflanzentugenden und reizvolles Blütenleben harmonisch vereinen. Das kleine zierliche Spatiphyllum wächst nämlich selbst an lichtarmen Plätzen, wo andere Pflanzen schnell die Farbe ihrer Blätter und Blüten verlieren. Nur in den lichtarmen Herbst- und Wintermonaten wollen sie es gerne genauso hell wie auch alle ihre anderen Vettern aus dem Zimmerpflanzenbereich. SpatiphyllumSpatiphyllum wallisii Auch gegen Lufttrockenheit scheint die tropische Amerikanerin immun zu sein, wenn auch ein Bespritzen der Blätter, vor allem in der Zeit, wenn sich neue Triebe und Blüten bilden, ihr Wohlbefinden erheblich steigert. Gegossen wird, bei normalen Zimmertemperaturen um 20°C, jeden zweiten Tag, in der Ruhezeit, von Oktober bis Januar, nur alle 3 Tage. Bei kühleren Temperaturen bitte weniger gießen. Das Spatiphyllum lebt natürlich von Wasser, Luft und Liebe nicht allein. Vierzehntägliche Düngegaben in den Monaten März bis August sorgen dafür, dass sie uns alljährlich im Frühjahr und im Sommer mit den hübschen weißen, lange haltbaren Blüten erfreut. Diese Calla-ähnlichen Blüten verblühen auf eine ungewöhnliche Weise: sie werden nicht gelb oder braun, sondern grün und bleiben somit monatelang ansehnlich und liebenswert. – Vermehrt wird die Blattfahne durch Teilung beim Umpflanzen.