Friedrich III. – Kurze Biografie

Friedrich III.Friedrich III., als Herzog von Österreich Friedrich V, aus dem Hause Habsburg, wurde 1415 als ältester Sohn des Herzogs Ernst des Eisernen († 1424) von Österreich und der Zimburga von Masowien geboren. Von seinem Vater erbte er Steiermark, Kärnten und Krain. Als er 1440 als Nachfolger seines Vetters Albrecht II. zum deutschen König gewählt wurde, war er, der Familienälteste, auch Vormund von Albrechts II. Sohn Ladislaus Postumus (* 1440) und verfügte damit nominell über dessen Erbe Böhmen, Ungarn und Ober- und Niederösterreich. In dem gleichzeitig entbrennenden Streit zwischen dem Konzil von Basel und Papst Eugen IV. trat er gegen ansehnliche Zugeständnisse auf die Seite des Papstes und trug damit zum Ende der konziliaren Bewegung bei. Er war der letzte deutsche König, der in Rom zum Kaiser gekrönt wurde (1452); in Rom heiratete er auch Eleonore von Portugal. Auffallend waren seine Scheu vor Entscheidungen und seine Tatenlosigkeit in der Reichspolitik. So hielt er sich für mehr als 25 Jahre ganz dem Reich fern (1444-1471) und lebte zurückgezogen in seiner eigenen Welt in Österreich. Seine Untätigkeit, die von Zeitgenossen auch Pflichtvergessenheit gescholten wurde, führte schließlich dazu, dass ihm die Kurfürsten seinen Sohn Maximilian als Römischen König an die Seite stellten (1486). So ergebnislos die über 50jährige Regierungszeit für das Reich auch war, so verheißungsvoll war Friedrichs Wirken für sein Haus. Durch die vorsichtig und geduldig betriebene Hauspolitik, vor allem aber durch die Verheiratung seines Sohnes Maximilian mit der Erbin von Burgund (1477), legte er den Grund für den Aufstieg Habsburgs. Friedrich starb 1493 nach einer Beinamputation.

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Info 22.11.2017 17:30
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