Maximilian I. – Kurze Biografie

Maximilian I.Maximilian I. wurde 1459 als Sohn des Habsburger Kaisers Friedrich III. und der Portugiesin Eleonore geboren. Eine gründliche Erziehung entwickelte seine reichen Talente und weckte vor allem sein Interesse für literarische und künstlerische Fragen. Im Jahre 1473 begleitete er seinen Vater zu den Verhandlungen mit Herzog Karl dem Kühnen von Burgund, bei denen es um seine Heirat mit der Tochter Karls des Kühnen, Maria, ging. Im Sommer 1477 fand die Hochzeit statt. Aus der sehr glücklichen Ehe gingen zwei Kinder hervor, Philipp und Margarete. Für sie übernahm Maximilian nach dem frühen Tod Marias (1482) die Vormundschaft und suchte ihr Erbe, die burgundische Ländermasse, vor allem gegen die Ansprüche Frankreichs zu verteidigen. Im Jahre 1486 wurde Maximilian zum »Römischen König« und damit praktisch zum Nachfolger seines Vaters (†1493) gewählt. Um seine Position in den unaufhörlichen Kämpfen mit Frankreich zu stärken, bewarb er sich 1490 um Anna, die Erbin der Bretagne, musste aber diesen Plan unter blamablen Umständen schließlich begraben; neue Kämpfe mit Frankreich waren die Folge. Nach dem Tod Friedrichs III. bemühte sich Maximilian I. teils mit Erfolg um die längst fällige Reichsreform. Eine endgültige Lösung blieb ihm jedoch versagt. Seine Ehe mit Bianca Maria Sforza aus Mailand (1493) diente seiner Politik in Norditalien, das nach dem Einfall der Franzosen (1491) für rund 20 Jahre zum Schauplatz schwer überschaubarer Kämpfe wurde. Maximilian nahm 1508 den Titel eines »Erwählten Römischen Kaisers« an und erwog vorübergehend sogar den Gedanken, sich zum Papst wählen zu lassen. Seine nie preisgegebenen Pläne, einen Türkenkreuzzug zuführen, konnte er nicht verwirklichen. Zukunftsweisend waren die Hochzeiten seines Sohnes Philipp und seiner Enkel. Sie begründeten die Weltgeltung des Hauses Habsburg. Maximilian I. starb 1519 und fand seine letzte Ruhe in Wiener Neustadt.