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Christentum

Das Christentum ist eine der 7 Weltreligionen. Den verschiedenen christlichen Kirchen und Bewegungen gemeinsam ist die Berufung auf Jesus Christus und der Glaube, dass dieser der Sohn Gottes und der Messias ist. Jesus Christus erlöste die Menschen von ihrer Sünde (Getrenntsein von Gott, Rebellion gegen Gott, was sich in Fehlern und Missetaten auswirkt) und versöhnte die Menschheit mit Gott, so dass sie in Ewigkeit in Gemeinschaft mit Gott sein können (christliche Eschatologie). Die christliche Religion, alle Glaubensrichtungen zusammengenommen, ist gegenwärtig die größte Weltreligion, es wird geschätzt, dass ungefähr ein Drittel aller Menschen auf der Welt dem christlichen Glauben anhängen. Das Christentum entstand aus dem jüdischen Glauben im ersten Jahrhundert der (daher rührenden) Zeitrechnung. Die Christen übernahmen einige ihrer heiligen Schriften aus dem jüdischen Glauben. Grundsätzliche Lehren wie den Monotheismus, den Glauben an einen Messias oder Christus (aus dem griechischen: christos), die Art der Gottesverehrung, die Konzepte von heiligen Orten und heiligen Tagen, die Idee, dass die Gottesverehrung auf Erden auf ähnlichen Formen der Verehrung im Himmel basiert, die Verwendung der Psalmen im gemeinschaftlichen Gebet. Die Apostelgeschichte erzählt, dass die Nachfolger Christi den Namen Christen zuerst von den Ungläubigen der Stadt Antiochia erhielten, in welche sie nach den ersten Verfolgungen in Palästina (vermutlich wenige Jahre nach Jesus Auferstehung und Himmelfahrt) geflohen waren. Die Lehre
Die zentralen Elemente der christlichen Lehre sind Jesu Menschwerdung, die Kreuzigung und sein Tod sowie das Wunder der Auferstehung. Die Christen glauben, dass diese Ereignisse die Basis von Gottes Werk bilden, mit welchem die Menschheit mit ihm ausgesöhnt werden soll. Während in der christlichen Lehre zahllose Varianten existieren, gibt es doch einige Punkte, die orthodoxe, katholische und evangelische Konfessionen über die meiste Zeit in den letzten 2000 Jahren für unverzichtbar für den christlichen Glauben gehalten und mehrfach offiziell bestätigt haben:
1. Gott ist dreieinig – ein einziges ewiges Wesen, das in drei Personen existiert: Vater (Schöpfer), Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist
2. Maria, die Mutter von Jesus, gebar den Sohn Gottes, der, obwohl in Ewigkeit existierend, in ihrem Leib gezeugt wurde durch den Heiligen Geist. Von ihrer Menschlichkeit empfing er menschlichen Verstand und Willen und all das, was ein Kind natürlicherweise von seiner Mutter mitbekommt. Daher wird sie auch die Mutter Gottes genannt, die das Heil der Menschen geboren hat.
3. Jesus ist ganz Gott und ganz Mensch, zwei Naturen in einer Person. Er hat das kommende Gottesreich verkündet und ist selbst dessen Anbruch. Jesus hat nicht gesündigt. Durch seinen Tod am Kreuz ist den Gläubigen ihre Schuld vergeben und sie sind mit Gott versöhnt. Gläubige werden auf den Tod von Christus getauft. Durch den Glauben leben sie und werden durch Christus vom Tod in ein ewiges Leben auferstehen. Sie empfangen den Heiligen Geist, der Hoffnung bringt und die Kirche in Gottes Wahrheit und gemäß Gottes Absichten führt, und der ihnen hilft, in Heiligkeit zu wachsen.
1. Jesus regiert zur Rechten Gottes mit aller Vollmacht und Autorität. Er ist die Hoffnung der Menschheit, ihr Helfer und ihr Richter. Bis er am Ende der Zeiten zurückkehrt, hat die Kirche den Auftrag, die Gute Nachricht zu predigen und neue Jünger hervorzubringen.
2. Jesus wird wiederkehren, um die Gläubigen zu sich zu holen, damit sie ewig in der Gegenwart Gottes leben werden.
3. Die Bibel ist das Wort Gottes und es gibt keine anderen Bücher die den gleichen Stellenwert wie die Bibel haben. Obwohl die Christen sich nicht einig sind, wie wörtlich die Bibel genommen werden sollte und es unterschiedliche Interpretationen vieler Stellen gibt, ist sie dennoch die generell anerkannte Quelle von Informationen über Jesus und Gott. Bibel
Sowohl Christen als auch Juden sehen das Alte Testament (im Judentum Tanach genannt) als das Wort Gottes an. Einige Konfessionen verwenden das alte Testament mit den deuterokanonischen Schriften bzw. Apokryphen der Septuaginta, bei anderen gelten diese Bücher zwar als erbauliche Schriften aber nicht als Teil der Bibel. Das Neue Testament ist der zweite Teil der christlichen Bibel und enthält Berichte vom Leben Jesu, der frühen Kirche (Urgemeinde), einige Briefe der Apostel an ihre Gemeinden sowie die Offenbarung des Johannes. Konfessionen
Die älteste bedeutende Kirchenspaltung entstand anlässlich des Konzils von Chalcedon über Fragen der Christologie (Trennung der monophysitischen Kirchen). In den folgenden Jahrhunderten vertiefte sich in der Reichskirche die Entfremdung zwischen der östlichen und westlichen Tradition bis zum definitiven Bruch (gemeinhin auf 1054 datiert). Die westliche Tradition entwickelte sich im Weströmischen Reich, während die östliche Tradition in Ägypten, Syrien und Kleinasien entstand. Die eigentlich dogmatischen Unterschiede blieben bis heute gering. Die westliche Tradition (Römisch-katholische Kirche ohne unierte Ostkirchen) erfuhr durch die Reformation des 16. Jahrhunderts eine neue tiefgreifende Spaltung. Sie betraf vor allem das Kirchen- und Sakramentsverständnis, das im Osten und Westen außer in der Primatsfrage gleich geblieben war. Die reformatorische Bewegung führte zu mehreren parallelen Kirchenbildungen, von denen sich im weiteren Verlauf neue Gruppierungen lösten, die sich aber auch zu Unionen zusammenfanden. Während die verschiedenen Traditionen sich früher gegenseitig exkommunizierten, sind sie heute bei einer gewissen Akzeptanz und Zusammenarbeit angelangt und sehen Konfessionen, die die zentralen Elemente der christlichen Lehre ebenfalls bejahen als christliche Schwesterkirchen an. Östliche Tradition
In der antiken Welt fünf christliche Patriarchate, denen jeweils die lokalen Metropoliten, Erzbischöfe und Bischöfe unterstellt waren: Rom, Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem. Der Patriarch von Rom (Papst) hatte traditionell den ersten Rang als primus inter pares, der Patriarch von Konstantinopel den zweiten. War über wesentliche Lehrfragen zu entscheiden, wurde ein Konzil (eine Versammlung von Bischöfen) einberufen. Das höchste Ansehen genossen die ökumenischen Konzile, in denen Bischöfe aus allen Patriarchaten zusammenkamen, allerdings hatten auch diese nicht »das letzte Wort«, denn mehreren Konzilen, die sich selbst als »ökumenisch« betrachteten, wurde dieser Status wegen mangelnder Zustimmung der Bevölkerung später aberkannt. Insgesamt gab es zwischen 321 und 787 sieben ökumenische Konzile, die bis heute von östlich-orthodoxen, katholischen und den meisten evangelischen Kirchen anerkannt werden, viele evangelische Kirchen erkennen allerdings das siebte Konzil nicht an wegen seiner Ikonenlehre. Zu einer ersten Spaltung kam es 451 nach dem ökumenischen Konzil von Chalcedon, das die Natur Christi als sowohl menschlich als auch göttlich definierte. Die Patriarchate einschließlich Rom akzeptierten den Konzilsentscheid. Die orientalisch-orthodoxen Kirchen haben dagegen eine Auslegung gewählt, die nicht mit der des Konzils vereinbar ist. Die Nestorianer halten Jesus für eine ausschließlich göttliche Persönlichkeit. Die koptische Kirche hält Jesus für fleischgewordenes Wort, d. h. er ist göttlich, jedoch in vollkommen fleischlicher Gestalt. Beide spalteten sich von ihren jeweiligen Patriarchaten Antiochia und Alexandria ab. In der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends entwickelte dann die römische Kirche Lehren, die nicht von ökumenischen Konzilen abgesegnet worden waren, z. B. bezüglich Papsttum und Filioque und forderte Jurisdiktion über die übrigen Patriarchate, was diese verweigerten. Weitere Unterschiede bestanden seit Langem bezüglich politischer Umgebung, Sprache und theologischen Ansätzen. Die Situation eskalierte und 1054 kam es zu einer gegenseitigen Exkommunikation zwischen dem Papst und dem Patriarchen von Konstantinopel. Auf diesen Anlass wird üblicherweise das Große Schisma zwischen östlich-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche datiert. Trotz einiger Versöhnungsversuche blieben die Traditionen von da an getrennt. Die Patriarchate von Konstantinopel, Alexandria, Antiochia und Jerusalem und einige seither neu dazugekommene nationale Kirchen, haben bis heute die gleiche Theologie und Spiritualität, die sich, im Gegensatz zur protestantischen und katholischen Theologie kaum verändert hat, und sehen sich als Teil der ursprünglichen, von Christus gegründeten Kirche. Allen ist gemeinsam, dass sie Bibel und Liturgie in der jeweiligen Landessprache haben. Die größte orthodoxe Kirche ist heute die russisch-orthodoxe Kirche. Heute haben die orthodoxen Patriarchate oft auch Kirchen im Ausland, die ihnen unterstellt sind. Es gibt signifikante Unterschiede zwischen den Orthodoxen und den westlichen Kirchen – dazu gehören z. B. die Interpretation der Dreieinigkeit und der Erlösungstat Christi, der Stellenwert der Liturgie, die Heiligungslehre, die Spiritualität, die Bedeutung von Ikonen oder die Lehre über die Kirche. Die orthodoxen Kirchen haben ihre historischen Schwerpunkte in Osteuropa, im Balkan, im Mittleren Osten, in Indien und in Nordostafrika, sind heute als Auswandererkirchen in allen Teilen der Welt zu finden. Westliche Tradition
Katholische Tradition
Ursprünglich gab es in der westlichen Tradition nur die katholische Kirche von Rom. Eine zentrale katholische Lehre besagt, dass der Papst eine Autorität besitzt, die direkt auf den Apostel Petrus zurückgeführt werden kann und die ihn zum Stellvertreter Christi und damit Inhaber des obersten Lehr- und Hirtenamts in der christlichen Kirche macht. Daraus hat sich eine spezifische Lehre von der Kirche und ausgeprägte Hierarchie entwickelt. Ebenso sieht sich die katholische Kirche als alleinige Verwalterin aller Sakramente. Die christliche Lehre basiert auf der Bibel, deren Verständnis in der kirchlichen Tradition unter der Leitung des Heiligen Geistes fortschreiten kann. Die römisch-katholische Kirche ist bei weitem die größte christliche Konfession und weltweit vertreten. Von ihr abgespalten haben sich einige wesentlich kleinere Gruppen, die sich ganz in der katholischen Tradition sehen aber mit den neuen Dogmen des ersten bzw. einigen Lehren des zweiten Vatikanischen Konzils nicht übereinstimmen. Evangelische Tradition
Um die Mitte des zweiten Jahrtausends entwickelte sich aus Protesten gegen Auswüchse der katholischen Kirche die Reformation und die evangelische Tradition, die praktisch von Anfang an aus verschiedenen Konfessionen bestand. Weitere evangelische Konfessionen entstanden im Verlauf der nächsten Jahrhunderte und entstehen bis heute. Die evangelischen Konfessionen sind völlig unabhängig voneinander und haben keine offizielle gemeinsame Lehre, aber sie haben trotz aller Unterschiede mehr miteinander gemeinsam als mit der katholischen Kirche. Andererseits ist die evangelische Tradition mit der katholischen Tradition wesentlich näher verwandt als mit der orthodoxen Tradition. Gemeinsam ist den evangelischen Kirchen die »vier Solas«: solus Jesus Christus, allein Jesus Christus als Herr der Kirche, sola scriptura allein die Bibel als Basis, sola gratia Erlösung allein durch Gnade, sola fide Rechtfertigung allein durch den Glauben. Bezüglich Einstellung zur Kirchentradition gibt es alle Zwischenstufen von der Anglikanischen Kirche, die viele ursprünglich katholische Traditionen weiterführt bis zu den calvinistisch-reformierten Kirchen, die alle Kirchentradition außerhalb der Bibel ablehnen. Bezüglich Lehren über Taufe, Abendmahl, Sakramente und Kirchenstrukturen gibt es innerhalb der evangelischen Kirchen große Unterschiede. Über Lehre und Praxis wird in einigen Konfessionen durch Synoden oder Konferenzen auf internationaler Ebene entschieden, in anderen Konfessionen auf der Ebene der lokalen Kirche. Heute sind die Unterschiede zwischen liberalen und konservativen Flügeln innerhalb einer Konfession oft größer als die Unterschiede zwischen Liberalen resp. Konservativen aus verschiedenen Konfessionen. Während die evangelischen Konfessionen früher sehr stark die Unterschiede betonten, gibt es heute einige Ansätze zur Annäherung: Viele evangelische Konfessionen in Europa haben sich in der Leuenberger Konkordie zusammengeschlossen, konservative Konfessionen arbeiten in der Evangelischen Allianz zusammen, in einigen Fällen ist es sogar zu Wiedervereinigungen gekommen (United Church of Canada aus Lutheranern, Methodisten und Presbyterianern, Uniting Church of Australia aus Presbyterianern, Kongregationalisten und Methodisten, United Church of Christ aus sieben Konfessionen). Andere Konfessionen
Verschiedene andere Konfessionen, für die Jesus Christus ebenfalls eine zentrale Figur ist, sehen sich weder in der orthodoxen noch in der katholischen noch in der evangelischen Tradition. Gruppen die sich selbst so einordnen sind beispielsweise die Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (Mormonen) die Zeugen Jehovas und die Vereinigungskirche. Diese Gruppen haben in der Regel sehr speziellen Auslegungen oder Strukturen, welche für Außenstehende oft nur schwer nachvollziehbar sind. Beispielsweise haben sie Ansichten über Dreieinigkeit, die nicht mit den ökumenischen Konzilen übereinstimmen oder gleichwertige Schriften neben der Bibel. Solche Gruppen haben oft die Tendenz, ihre eigene Sicht des Christentums absolut zu setzen und allen andern Traditionen das Christsein abzusprechen. Die Unitarier bezeichnen sich als Grenzchristen (borderline Christians), da Jesus Christus keine zentrale Rolle in ihrem Glaubenssystem spielt. Historische christliche Strömungen
Diese Gruppen gibt es als solche nicht mehr, in einigen Fällen gibt es jedoch Konfessionen, die in dieser Tradition stehen.
1. Arianismus
2. Bonosianer
3. Bogomilen
4. Hugenotten
5. Kamisarden
6. Katharer, (Albigenser)
7. Täufer (Wiedertäufer): Aus ihnen sind die heutigen Hutterer, Mennoniten, Amischen und eine Reihe freikirchlicher Gemeinschaften hervor gegangen.
8. Waldenser Beziehungen zu anderen Glaubenssystemen
Das Christentum hat andere Religionen beeinflusst, deren Nachfolger sich zwar nicht als Christen ansehen, aber Jesus als Propheten anerkennen. Der Islam war die erfolgreichste dieser Religionen. Die Geschichte des Christentums ist in vielen Epochen von antisemitischen Einstellungen gekennzeichnet. Die Methode, Härte und das Ausmaß davon variierten über die Zeit hinweg. In den letzten 2000 Jahren wurde der Antisemitismus von christlichen Anführern oft akzeptiert und verkündet, zu anderen Zeiten wurde er verdammt. Erst in den letzten Jahren tauchten Ansätze dazu auf, die christliche und jüdische Religion zu versöhnen. (Hier fehlt noch die Beziehung zu anderen Religionen wie Hinduismus, Buddhismus, Islam, Atheismus, usw.) Christentum heute
Nicht alle Menschen, die sich als Christen verstehen, akzeptieren alle theologischen Positionen, die von ihren jeweiligen Kirchen vertreten werden. Ähnlich wie die Juden, wurden auch die westlichen Christen stark von der Aufklärung im späten 17ten und frühen 18ten Jahrhundert beeinflusst. Der bedeutendste Wandel bestand in der Säkularisierung, d. h. der Trennung von Kirche und Staat, die das staatlich geförderte Christentum in den meisten europäischen Ländern beendete. Seither ist es möglich ein freies Mitglied der Gesellschaft zu sein und die Ansichten der jeweiligen Kirche in verschiedenen Bereichen abzulehnen, oder sogar aus der Kirche auszutreten. Millionen beschritten diesen Weg und wurden zu Freidenkern und entwickelten komplett neue Glaubenssysteme wie den Humanismus, Atheismus, Agnostizismus und Deismus, andere gründeten liberale Flügel der evangelischen Theologie und auch der lange unterdrückte Trend der Wiedervereinigung von Konfessionen wurde wieder aktuell, hat in einigen Fällen sogar schon stattgefunden. Bei den östlichen und orientalischen Kirchen hinterließ die Aufklärung keinen so starken Eindruck. Dieser Zugewinn an persönlichen Freiheiten hatte soziale Folgen: die Auflösung der christlichen Gemeinschaft als Einheit mit zivilrechtlicher Autorität. In den Vereinigten Staaten und Europa haben viele verweltlichten Christen aufgehört an religiösen Pflichten teilzunehmen und besuchen beispielsweise ihre Kirchen nur noch an wenigen Tagen im Jahr oder gar nicht mehr. Viele davon erinnern sich daran noch sehr religiöse Großeltern zu besitzen, in ihrer eigenen Familie hatte christliche Theologie jedoch keine Priorität mehr. Sie entwickelten ein zwiespältiges Verhältnis zu ihrer Religion. Einerseits bleiben sie aus Identitätsgründen ihrer Kirche treu, andererseits entfremdet sie die weltliche westliche Einstellung sowie die Erfordernisse des täglichen Lebens von ihrer Religion. Heirat zwischen Christen verschiedener Konfessionen, oder zwischen Christen und Nicht-Christen, früher ein Tabu, ist heutzutage üblich geworden. Es gab viele Reaktionen der Christlichen Gemeinschaft auf diese Phänomene, u.a. die Gründung zahlreicher protestantischer Gruppierungen, traditionalistischer katholischer Splittergruppen, die die Legitimität katholischer Reformen nicht anerkennen und das Wachstum fundamentalistischer Gruppierungen, die die komplette Bibel wörtlich interpretieren. In Jugendkirchen ist es meist eine Gruppe von Ältesten, die die Leitung bilden. Weitere Gruppen kümmern sich um weitere Dinge wie Predigt und Lobpreis. Ziel ist es den Glauben in gewohnter Atmosphäre zu leben. Der Musikstil zum Beispiel variiert dabei von Rockmusik über Drums’n'Bass bis hin zu Techno. Parallel mit der zunehmenden Säkularisierung in Europa und Amerika des 20. Jahrhunderts kam es zu einem exponentiellen Wachstum des Christentums in der Dritten Welt, die heute die Mehrheit der Christen stellt. Um 1900 waren 16 % der Christen in Asien, Afrika und Lateinamerika – 1960 waren es bereits 35 % und heute leben 60 % der Christen in der dritten Welt. Dieses Wachstum ist in erster Linie auf das Wachstum der katholischen Kirche in diesen Kontinenten und in zweiter Linie auf das Wachstum der Evangelikalen zurückzuführen.

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