Paul Klee – Kurze Biografie

Paul KleePaul Klee wurde am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern geboren. 1898 ging er nach München; dort war Klee seit 1899 Schüler von Franz von Stuck. Nach einer Italienreise zunächst nach Bern zurückgekehrt, kam Klee 1906 erneut nach München, wo er sich 1911 der Gruppe »Blauer Reiter« anschloss. Ein Besuch bei Delaunay in Paris, vor allem aber eine Reise nach Tunesien – gemeinsam mit Macke 1914 unternommen – brachten die entscheidende Wende in seinem künstlerischen Schaffen: Er entdeckte den Eigenwert der Farben. Begierig nahm er die sinnlichen Reize von Licht, Farbe, Musik und von abstrakten Zeichen auf. Nach dem Krieg wurde Klee 1920 an das »Bauhaus« in Weimar berufen. Dort war er bis 1931 tätig. Nach einer kurzen Lehrtätigkeit in Düsseldorf kehrte Klee, von den Nationalsozialisten vertrieben, 1933 nach Bern zurück. Er starb am 29. Juni 1940 in Muralto bei Locarno. Paul Klee beeinflusste die Kunst des 20. Jahrhunderts entscheidend. Seine Werke haben teil an allen Kategorien, in die man die Erscheinungen der modernen Kunst einzuteilen sucht. Sie sind konstruktiv, romantisch, lyrisch, imaginär und dennoch analytisch, scheinbar primitiv und doch von einem klaren Intellekt vorbereitet. Paul Klee hat – besonders in der »Bauhaus«-Zeit – die Grundlagen seiner Kunst in vielen Schriften analysiert. Ein Kernsatz seines künstlerischen Bekenntnisses heißt: »Kunst verhält sich zur Schöpfung gleichnisartig. Sie ist jeweils ein Beispiel, ähnlich wie das Irdische ein kosmisches Beispiel ist. [...] Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.«

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Info 26.09.2017 - 21:55
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