Caspar David Friedrich – Kurze Biografie

Caspar David FriedrichCaspar David Friedrich wurde am 5. September 1774 in Greifswald als Sohn eines Seifensieders und Lichtgießers geboren. 1794-1798 ist er Schüler der Akademie Kopenhagen, anschließend geht er nach Dresden. Dort lebt er – unterbrochen von Reisen in die Heimat, nach Neubrandenburg, zur Insel Rügen und nach Böhmen – bis zu seinem Tode am 7. Mai 1840. Seit 1816 gehörte er – von 1824 an als Professor – dem Lehrkörper der Kunstakademie in Dresden an. Fast ausschließlich Landschaftsmaler, hat Caspar David Friedrich dem Landschaftsbild eine entscheidende neue Möglichkeit eröffnet, indem die Landschaft nun selbst zum Partner des Menschen im romantischen Dialog und zum religiösen Gleichnis wird. Der Künstler schreibt einmal: »Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich sieht, sondern was er in sich sieht.« Und er sah, wie er weitererzählt, im Geist mit geschlossenen Augen sein Bild, das er nicht »erfinden«, nicht aus Naturstudien »zusammenflicken«, sondern empfinden wollte. Er liebt das Licht des Mondes, die verschwimmenden Töne und gebrochenen Farben. Gegenüber den »symbolisierenden Naturbildern« (»Kreuz im Gebirge«, »Mönch am Meer«, »Das Eismeer«), welche »abstrakte Gedanken durch Landschaften versinnbildlichen«, wie Ludwig Richter sagte, ist in den »Erdlebenbildern«, den Landschaften aus dem Harz und dem Riesengebirge, den Strandbildern, das Gedankliche zurückgedrängt, um die stumme Größe der Natur unmittelbar zur Wirkung zu bringen. Friedrichs Kunst ist in ungewöhnlichem Maße Ausdruck seiner geistigen und ethischen Konstitution; sein Denken war auf das Dasein nach dem Tod fixiert. Er selbst hat das Leitmotiv seiner Bilder einmal so formuliert:
»Warum, die Frag ist oft an mich ergangen,
Wählst Du zum Gegenstand der Malerei
So oft den Tod, Vergänglichkeit und Grab?
Um ewig einst zu leben,
Muss man sich oft dem Tod ergeben.«

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Info 14.12.2017 16:01
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