Wie der Förster den Teufel hereinlegte

Als einmal ein Förster, lustig pfeifend, von der Jagd heimging, traf er in einem Hohlweg einen seltsamen Kerl mit Pferdefüßen, Kuhschwanz und einem breitrandigen Hut auf dem Kopf. Na, dachte der Förster, den kenne ich doch. Das ist doch der Teufel! Und da er kein Feigling war, beschloss er, sich den Leibhaftigen etwas genauer anzusehen. Der Teufel tat sehr höflich. Er verbeugte sich und spielte den vornehmen Mann. Dann fragte er den Förster, was er da für ein merkwürdiges Ding über dem Rücken trüge. Der schmunzelte und sagte, es sei seine Pfeife. Ob der Herr sie einmal probieren wolle? Der Teufel fühlte sich sehr geschmeichelt und griff danach. Aber der Förster sagte, dass er sie erst noch stopfen müsse, lud sie tüchtig mit Pulver und Schrot, steckte dem Schwarzen den Lauf in den Mund und zog ab. Es gab einen fürchterlichen Krach, und der Teufel machte auch ganz erstaunte Augen. Dann aber sagte er gelassen: »Lieber Förster, Sie sollten sich einen besseren Tabak zulegen, er schmeckt schrecklich.« Der Förster sagte, er könne eine noch kräftigere Ladung haben. Aber darauf verzichtete der Teufel großmütig. Er tippte vollendet höflich an seinen Hut und verschwand im Getreidefeld.

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Info 18.12.2017 00:25
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