Der Teufel im Bad

An der Landstraße von Plön nach Segeberg liegt rechts ein Hügel, der mit Gebüsch bewachsen ist. Es ist der Teufelsberg, und nicht weit davon liegt der Teufelssee. Beide verdanken ihr Entstehen dem Teufel persönlich. Eines Tages grub er nämlich ein tiefes Loch in den Boden und lud sich die Erde auf die Schulter, um sie irgendwo hinzutragen. Unterwegs begegnete ihm eine alte Frau. Da sie trotz ihres Alters immer noch zu allerhand Streichen aufgelegt war, forderte sie ihn auf, die Erde abzuladen und sich ein bisschen zu ihr zu setzen. Der Teufel, der gerade einen guten Tag hatte, tat ihr den Gefallen. Als er endlich weitergehen und die Erde wieder aufladen wollte, gelang es ihm trotz aller Mühe nicht, und so blieb der riesige Erdklumpen liegen. Seitdem heißt er Teufelsberg. Da sich das große Loch, das der Teufel gegraben hatte, inzwischen mit Wasser gefüllt hatte, stürzte er sich hinein, um sich abzukühlen. Die alte Frau sah ihm dabei hinter den Büschen zu und musste lachen. Darüber ärgerte sich der Teufel sehr. Er rief ihr zu, näher ans Wasser zu kommen, damit sie ihn besser sehen könne. In Wirklichkeit wollte er sich aber an ihr rächen. Die Frau kam heran, und als sie nahe genug am Ufer war, fuhr der Teufel aus dem Wasser und versuchte, sie hinabzuziehen. Er hatte aber in der Eile nur ihre Schürze gepackt, die Frau band sie schnell los und floh, der Teufel aber stand da mit der Schürze in der Hand und hatte das Nachsehen. Eigentlich wollte er ihr diesen Streich vergelten, aber weil er in ein anderes Land zog, kam er nicht mehr dazu. Seitdem gibt es am Teufelsberg und Teufelssee keine Teufel mehr.