Auf dem Hexenberg

Eines Abends gingen drei Männer nach Fürstenfeldbruck. Es dunkelte rasch, und die ersten Sterne standen schon am Himmel. Da sahen sie plötzlich ein hell erleuchtetes Wirtshaus am Weg. Sie hatten es nie vorher gesehen, und das kam ihnen sehr merkwürdig vor. Da sie aber gern einen guten Tropfen tranken, schlugen sie alle Bedenken in den Wind und traten ein. Drinnen trafen sie eine tolle Gesellschaft, die ein rauschendes Fest feierte. Wenn die Männer auch nicht herausfinden konnten, um was es eigentlich ging, so tanzten und spielten doch zwei von ihnen begeistert mit. Nur der Dritte setzte sich beobachtend in eine Ecke, und wenn man ihm zu trinken anbot, so nahm er es nur zum Schein, schüttete sich das Bier aber in den Stiefel. Die ganze Nacht ging das wilde Treiben, bis zur Morgendämmerung. Als jedoch im Dorf die Morgenglocke läutete, verschwand der ganze Spuk. Die beiden Männer, die mitgespielt und gezecht hatten, lagen jämmerlich betrunken und mit schmutzigen Kleidern in einem Sumpf, der dritte aber saß mit klarem Kopf und munter auf einem Baumstamm und lachte sie aus. Kluge Leute behaupten, dass die wilde Jagd in dieser Nacht eines ihrer Feste gefeiert habe. Aber wer weiß das so genau?