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Staufer in Geschichtsschreibung und Dichtung

Versucht hat man schon zu Lebzeiten der staufischen Herrscher, Endgültiges über sie auszusagen. Aber wie selten ein Herrschergeschlecht entziehen sich die Staufer einer glatten Deutung, denn sie waren widersprüchliche Persönlichkeiten. Dass Friedrich I. Mailand zerstörte und dann mit Wohltaten überhäufte, Friedrich II. die Fürsten in Italien in die Knie zwang, in Deutschland aber verwöhnte, sind nur zwei Beispiele aus einer beliebig fortsetzbaren Reihe der Widersprüche. Die Herrscherreihe von Konrad III. (1138-1152) bis Konradin, dem letzten des Geschlechts, der als 16jähriger 1268 in Neapel enthauptet wurde: welch eine Galerie von Individuen, wie weitgespannt in ihren menschlichen Leidenschaften! Das sizilisch-italienische Erbe komplizierte die Deutung zu allen Zeiten noch mehr: Barbarossa hatte noch die ›deutschen‹ Interessen im Auge, aber Friedrich II.? War Deutschland unter ihm nicht längst ein Nebenschauplatz geworden? Hatte nicht Barbarossa versucht, die Königsmacht gegen alle partikularen Tendenzen zu stärken, während Friedrich II. den deutschen ›Föderalismus‹ in Kauf nahm und dafür mit aller Kraft in Sizilien den Zentralismus stärkte? War der fromme Kreuzfahrer Barbarossa nicht geradezu das Gegenteil des von manchen als »Antichristen« gescholtenen Friedrich II., der allerdings in ein weißes Zisterziensergewand gehüllt, versehen mit den Sakramenten der Kirche, starb? Die Staufer selbst haben wenig getan, ihr Geschlecht in einer zusammenhängenden Hausgeschichte verewigen zu lassen, wie ihre großen Gegenspieler, die Weifen, es in der »Historia Welforum« (»Geschichte der Welfen«) getan hatten. Nicht zufällig sind uns von den Staufern nur Berichte über einzelne Herrscher überliefert oder Versuche, die Bahnen des Reiches unter universalgeschichtlichen, also mehr den allgemeinen Lauf der Weltgeschichte betreffenden, Gesichtspunkten zu sehen. Otto, der schreibende Bischof von Freising (um 1114-1158), eröffnet die lange Reihe der Geschichtsschreiber, die mit mehr oder weniger Erfolg versuchten, den Staufern dadurch auf die Spur zu kommen, dass sie einzelne Herrscher herausgriffen oder Einzeletappen ihres Weges beschrieben. Aber der beschriebene und gedeutete Teil war immer weniger als eine zusammenhängende Geschichte aller Staufer. Verständlich war diese Methode der Einzelbetrachtung schon, denn die Außergewöhnlichkeit eines Friedrich I. Barbarossa oder Friedrich II. reizte einen die staufische Zeit beschreibenden Historiker eher als etwa das Königtum Konrads III., Philipps von Schwaben oder Konrads IV. Erstere vor allem bewegten im Kräftefeld ihrer Politik, in Deutschland und Italien, immer wieder die Geschichtsschreiber und fanden große Lobredner, Otto von Freising etwa oder Gottfried von Viterbo (1125-1191), die in den »Taten Friedrich Barbarossas« geradezu staufische ›Hofgeschichte‹ zu Papier brachten. Es fehlen aber auch nicht die antistaufischen und papsttreuen Stimmen, z. B. die des Dominikaners Martin von Troppau († 1278), dessen »Chronik der Päpste und Kaiser« der florentinische Kaufmann Giovanni Villani für seine stauferfeindliche Darstellung der Geschichte seiner Heimatstadt Florenz benutzte. Zurückhaltender urteilten der Kölner Kanoniker Alexander von Roes am Ende des 13. Jahrhunderts oder Salimbene von Parma (1221-1288), die in dem von Gott verhängten Ende staufischer Überheblichkeit eine Zäsur sahen. Jedem Jahrhundert ›seine‹ Staufer
Eines lässt sich mit Sicherheit sagen: Wer über die Staufer schrieb, konnte nicht mehr neutral bleiben, die Gegensätze zwischen Papsttreuen und Kaiserfreundlichen, zwischen ›Guelfen‹ (Welfen) und ›Ghibellinen‹ (Waiblinger, Staufer, Kaisertreue) waren unüberbrückbar, und so schwankt auch bis ins 21. Jahrhundert das Stauferbild in der Geschichte, »von der Parteien Hass und Gunst verwirrt«. In jedem Jahrhundert setzten die Stauferdeuter die Probleme und politischen Hoffnungen ihrer Zeit mit den Staufern in Verbindung und machten diese zu bösartigen oder heilbringenden Urhebern des Unglückes oder Glückes ihrer eigenen Zeitläufte. Besonders im ausgehenden Mittelalter knüpften Historiker und vor allem breite Volksschichten (der ›Volksmund‹ schreibt ja auch Geschichte!) an die Wiederkunft Friedrichs II. große Erwartungen: er sollte Kirche und Gesellschaft durchgreifend reformieren, ewigen Frieden bringen, soziale Not und soziales Elend abschaffen. Utopische Wunschvorstellungen einer konfliktfreien, harmonisch gegliederten Gesellschaft wurden dem erwarteten ›Endkaiser‹ zugeschrieben, falsche Friedriche, die allenthalben auftraten, hatten Zulauf und spiegeln die Sehnsucht der Menschen nach einem besseren Dasein, das sie aus eigener Kraft zu schaffen sich nicht zutrauten. Kamen die Staufer im 14. Jahrhundert, als die Landesherrn und regionalen Kräfte endgültig den Sieg über die königliche Zentralgewalt davongetragen hatten, wegen ihrer Königslandpolitik bei vielen Historikern schlecht weg, so betont man im 15. und später im 17. Jahrhundert angesichts der Türkengefahr die Rolle der Staufer in den Kreuzzügen als Verteidiger der Christenheit gegen die Ungläubigen positiv. Die religiöse und politische Zerrissenheit des 16. Jahrhunderts prägte auch die Urteile über die Staufer. Die kaiserlich-habsburgischen Sympathien katholischer Historiker standen schroff den protestantischen Historikern gegenüber, welche regionale Gesichtspunkte und die Politik der Landesherrn favorisierten. Das Problem ›Zentral-Partikulargewalt‹ war zusätzlich von den religiösen Gegensätzen überlagert und zog sich in ausgeprägterer Form ins 18. Jahrhundert hinein. Befürworter und Gegner von Groß- oder Kleinstaaten boten die Staufer als ihre Zeugen auf, und gerade im 19. Jahrhundert sahen die nationalen Kräfte Deutschlands speziell in Barbarossa eine Symbolfigur, die für das erträumte geeinte Deutsche Reich einen Kristallisationspunkt abgeben konnte. Nach der Reichsgründung 1871 wurde unzulässigerweise sogar sein mittelalterliches Imperium mit dem preußischen Nachfolgereich verglichen – eine Paradoxie, wenn man bedenkt, dass Schwerindustrie, Arbeiterbewegung, Banken, Kartelle und Großgrundbesitzer mittlerweile das Leben bestimmten und die »Vasallentreue« nur noch eine Formel ohne jeden Inhalt war. Von der großen Kontroverse des 19. Jahrhunderts zwischen den beiden Historikern Heinrich von Sybel, kleindeutsch, protestantisch und preußisch eingestellt, und Julius von Ficker, katholisch und habsburgisch orientiert, um Richtigkeit und Effektivität der von den Ottonen eingeleiteten Italienpolitik der mittelalterlichen Herrscher blieben auch die Staufer nicht verschont. Man machte ihnen zum Vorwurf, sie hätten über Italien und den Kreuzzügen in Palästina die Ostkolonisation vernachlässigt und die Verbindung zur Basis verloren. Aber es überwogen doch weit mehr die positiven Stimmen, die den Blick nicht zu verengt nur auf die Außenpolitik der Staufer richteten, sondern auch ihre Bemühungen um Bildung und Kultur in eine Gesamtwürdigung miteinbezogen. Vor allem die sechs Bände der »Geschichte der Hohenstaufen und ihre Zeit«, die Friedrich von Raumer in den Jahren 1823-1825 herausgab, haben einer vorurteilsloseren Betrachtung der Staufer entscheidend den Weg geebnet. In einer Fülle von Details auch über das Alltagsleben der damaligen Zeit werden hier Friedrich I. Barbarossa und Friedrich II. als Höhepunkte dramatisch herausgearbeitet. Raumers Werk verursachte in einer politisch brisanten Zeit, als nämlich nach den napoleonischen Kriegen der Drang nach Liberalismus und nationaler Einheit von den konservativen Kräften vom Schlage eines Metternich nur mit Mühe gebändigt werden konnte, eine Flut von Stauferliteratur: Romane, Gedichte, dramatische Bühnenwerke, ja sogar eine Oper erschien: »Agnes von Hohenstaufen«, zu der der Musikdirektor der Königlichen Oper Berlin, Gaspare Spontini (1774-1851), die Musik komponierte. Die Staufer in der Dichtung
Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert, der »Sturm- und Drang-Zeit« in der Literaturgeschichte, hatten Friedrich Maximilian Klinger (1752-1831), Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792) oder Johann Anton Leisewitz (1752-1806) in Trauerspielen über den letzten Staufer Konradin einer »Stauferrenaissance« den Boden bereitet. Inspiriert hatte sie vermutlich auch Johann Gottfried Herder, der 1776 fragt: »Sollten es nicht die Zeiten der schwäbischen Kaiser verdienen, dass man sie mehr in ihr Licht der Deutschen Denkart setzt …« und damit auf bühnenwirksame Stoffe verweist. Am Anfang des 19. Jahrhunderts findet die Kunstgattung der Romantik ›ihre‹ Stoffe im Mittelalter. Die Stauferbegeisterung erreicht nun breite Volksschichten, zumal die Romantiker politische Sehnsüchte der Zeit und das in Sagen und Legenden überlieferte Stauferbild anhand einzelner, oft stark idealisierter Herrscher geschickt in literarische Formen umsetzten. Konradins kurzes Leben, sein unglückliches Ende auf dem Schafott bot so viele tragische Momente, dass diese Gestalt das ganze 19. Jahrhundert hindurch viele Bearbeiter klingenden Namens fand und mehr als 100 Werke inspirierte. Theodor Körner (1791-1813), Ludwig Unland (1787-1862), Graf August von Platen (1796-1835) und Gerhart Hauptmann (1862-1946) sind die berühmtesten. Andere, zu ihrer Zeit berühmte Dramatiker, deren Werke jahrelang auf den Spielplänen der großen Bühnen Deutschlands standen, sind mittlerweile ganz vergessen. Wer kennt noch Christian Dietrich Grabbes (1801-1836) Werk oder speziell seine Tragödie »Friedrich Barbarossa«, wer Karl Immermanns (1796-1840) Drama »Kaiser Friedrich II.«, wem ist Ernst Raupach (1784-1852) noch ein Begriff, der 16 Stauferstücke verfasste und das Libretto zur Oper »Agnes von Hohenstaufen« schrieb? Hans Herrig, dessen Trauerspiel »Konradin« 1884 in Berlin uraufgeführt wurde oder Martin Greif und sein Drama »Konradin, der letzte Hohenstaufe« werden kaum mehr in einem Lexikon erwähnt. Konradin blieb auch im Dritten Reich aktuell: Felix Lützkendorfs »Alpenzug« oder Konrad Weiß’ »Konradin von Hohenstaufen« sind Beispiele für dramatische Bearbeitungen aus dieser Zeit. Sie stehen, was die literarische Qualität betrifft, hinter der heute noch viel gelesenen Erzählung von Otto Gmelin »Konradin reitet« aus gleicher Zeit weit zurück. Bekannter und lebendiger in Erinnerung als die dramatischen Werke, die vorzugsweise Barbarossa, Friedrich II. oder Konradin galten, sind die Gedichte und Balladen, die gerne denselben Herrschern eine zentrale Bedeutung beimaßen. Gustav Schwab (1792-1850), der Verfasser der »Schönsten Sagen des Klassischen Altertums«, Felix Dahn (1834-1912), bekannt durch seine historischen Romane (»Ein Kampf um Rom«) oder Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) blieben mehr der »Konradin-Tradition« verbunden. Die »Barbarossa-Welle« dagegen hatte Friedrich Rückert (1788-1866) mit seinem 1817 erschienenen Gedicht »Barbarossa« neu entfacht. Friedrich Rückert: Barbarossa
»Der alte Barbarossa, der Kaiser Friederich,
im unterird’schen Schlosse hält er bezaubert sich.
Er ist niemals gestorben, er lebt darin noch jetzt,
er hat im Schloss verborgen zum Schlaf sich hingesetzt.
Er hat hinabgenommen des Reiches Herrlichkeit
und wird einst wiederkommen mit ihr zu seiner Zeit.
Der Stuhl ist elfenbeinern, darauf der Kaiser sitzt,
der Tisch ist marmelsteinern, worauf sein Haupt er stützt.
Sein Bart ist nicht von Flachse, er ist von Feuersglut,
ist durch den Tisch gewachsen, worauf sein Kinn ausruht.
Er nickt als wie im Traume, sein Aug halb offen zwinkt,
und je nach langem Traume er einem Knaben winkt.
Er spricht im Schlaf zum Knaben: »Geh’ hin vors Schloss, o Zwerg,
und sieh’, ob noch die Raben herfliegen um den Berg.
Und wenn die alten Raben noch fliegen immerdar,
so muss ich auch noch schlafen, bezaubert hundert’ Jahr.«
Das Gedächtnis an den »Rotbart«, der in der Legendenbildung seit dem 15. Jahrhundert anstelle Friedrichs II. im Kyffhäuserberg am Ostharzrand unsterblich bis zur glanzvollen Wiederkehr des alten Reiches weiterlebt und somit den ständigen Wunschtraum der Deutschen nach machtvoller Reichsgröße und nationaler Einheit verkörperte, war im deutschen Volk immer lebendig geblieben. Diese Vorstellung verschmolz rasch mit der politischen Realität der Befreiungskriege am Anfang des 19. Jahrhunderts und den folgenden Jahrzehnten der Restauration und Revolution so sehr, dass »Barbarossa« geradezu ein Synonym für die erhoffte nationale Einigung in einem glanzvollen Kaiserreich werden konnte. Kein Wunder, dass die literarischen Verfechter dieser politischen Ideen, bekannt unter dem Begriff »Freiheitsdichter«, ihre Wünsche und Sehnsüchte an Barbarossa ausgerichtet haben, so als hätte zu dessen Zeit alles bestanden, was sie gerne gehabt hätten: Ferdinand Freiligrath (1810-1876), Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), der Dichter des Deutschlandliedes, Ernst Moritz Arndt (1769-1860), außerdem Emanuel Geibel (1815-1884), Gustav Freytag (1816-1895) oder Ludwig Uhland (1787-1862), dessen 1814 entstandenes Gedicht »Schwäbische Kunde« (»Als Kaiser Rotbart lobesam zum heiligen Land gezogen kam …«) bis heute das populärste Gedicht über die Staufer geblieben ist. Die schwärmerische Glorifizierung Barbarossas und die damit verbundene wirklichkeitsfremde Glorifizierung vergangener deutscher ›Größe‹ stieß auch auf Kritik: Heinrich Heine (1797-1856) lehnte in seinem Werk »Deutschland. Ein Wintermärchen« aus demokratischem Denken heraus sowohl den Barbarossakult als auch die damit verbundene Idee eines Kaiserreiches ab: »Das beste, du bliebest zu Haus, hier in dem alten Kyffhäuser – Bedenk ich die Sache ganz genau, so brauchen wir gar keinen Kaiser«. Staufisches Weiterleben
Mit dem Zusammenbruch des wilhelminischen Kaiserreiches nach dem Ersten Weltkrieg war auch Barbarossa, soweit die Kaiseridee und die entsprechende Staatsform der Monarchie mit ihm verknüpft war, vorläufig ›gestorben‹. In den letzten Jahren der Weimarer Republik, also in den Jahren der Massenarbeitslosigkeit und Weltwirtschaftskrise, konnte die Barbarossa-Figur wieder einmal dafür herhalten, Sehnsüchte nach einem »Führer« von der harten Realität weg zu mobilisieren und auf sich zu vereinigen. Er sollte »Ordnung« stiften, die von den Konservativen als chaotisch verschriene »Parlaments- und Parteienwirtschaft« abschaffen, der gedemütigten Nation durch Zugewinn von Lebensraum neues Selbstvertrauen vermitteln. Die Geschichte des wirklich auftretenden »Führers« ist bekannt, der Historiker Klaus Schreiner fasst klug zusammen: »Es bedurfte eines hohen Maßes an Arglosigkeit und Zynismus, das dritte Führer-Reich als Erfüllung mittelalterlicher Reichs- und Friedenssehnsucht zu verklären.« Die nationalsozialistischen Historiker billigten die weiträumige expansive Politik der Staufer, wandten sich aber entschieden gegen den »Ausverkauf deutschen Blutes« auf den Italienzügen und die Verlagerung des politischen Schwergewichtes nach Italien-Sizilien. Dafür war die ›Ostpolitik‹ Heinrichs des Löwen in den Augen der NS-Ideologen leuchtendes Vorbild für die Aktionen des Führers. Nach 1945 blieb im demokratischen Haus politisch für das Kaisertum oder eine Monarchie nach staufischem Vorbild kein Raum mehr, und der Zweite Weltkrieg mit seinen Folgen hat uns, was das Geschichtsbewusstsein anbelangt, in eine Identitätskrise geführt, die jede Rückbesinnung auf die nationale Vergangenheit unter dem Schuldkomplex nationalsozialistischer Vergangenheit zu einem Trauma werden ließ. Es fällt noch immer schwer, gerade die bedeutenden Zeiten der Vergangenheit, soweit auch andere europäische Staaten betroffen waren, mit dem nötigen Selbstbewusstsein auch als bedeutend gelten zu lassen, so wie es unsere europäischen Nachbarn mit Selbstverständlichkeit und Unbefangenheit vorführen – man denke nur, wie Frankreich einen Napoleon zu seinen großen Männern rechnet. Aber wenigstens ist in neueren, wissenschaftlich fundierten Darbietungen aus Anlass geschichtsträchtiger Jahreszahlen ein erfreulicher Ansatz zu einer aus dem Abstand der Jahre weniger emotionalen und mit geringeren Schuldgefühlen belasteten Neubetrachtung unserer Vergangenheit gewonnen.

emu