3 Die Germanenstämme der Quaden, Semnonen, Hermunduren und Langobarden werden unter dem Markomannenfürst vereint.
5 Germanenzug des Tiberius mit dem Ergebnis, fast alle germanischen Stämme westlich der Elbe in römische Abhängigkeit gebracht zu haben. Die Langobarden werden von ihm an der Mündung der Elbe geschlagen.
6 Dritter Germanenfeldzug des Tiberius abgebrochen wegen des pannonisch-dalmatischen Aufstands.
9 Im Teutoburger Wald findet die berühmte gleichnamige Schlacht statt zwischen Arminius "Hermann der Cherusker", und den 3 Legionen des Publius Quinctilius (der, wie eine stattliche Zahl seiner Offiziere auch, nach der Niederlage Selbstmord begeht); damit kommt der römische Vormarsch in Germanien zum Stehen. Der ursprüngliche Plan Roms, die Grenzen bis an die Elbe zu verkürzen (und damit die Gesamtlänge der zu schützenden Grenzlinie drastisch zu reduzieren), muss aufgegeben werden.
10 Vierter Feldzug des Tiberius gegen die Germanen.
14 Rachefeldzug des Germanicus gegen die Germanen.
16 Arminius unternimmt einen Rachefeldzug gegen die Römer (Schlachten bei Idisiaviso und am Steinhuder Meer). Diese ziehen sich verlustreich über den Rhein unter endgültiger Aufgabe rechtsrheinischer Gebiete zurück.
17 Arminius besiegt den Markomannischen König, der vor seinen eigenen Fürsten nach Rom flieht.
19 Arminius wird von seinen Stammesgenossen ermordet.
28 Germanische Friesen vertreiben die Römer.
50 Das spätere Köln wird als "Stadt der Ubier" gegründet (später Colonia Agrippina genannt).
55 Die Römer halten die Wanderung der germanischen Amsivarier am Rhein auf.
69 Die römischen Truppen werden im Bataveraufstand aus dem Rhein-Waal-Gebiet bis nach Vetera vertrieben, alle römischen Rheinfestungen außer bei Mainz, Mongontiacum und Basel werden erobert.
70 Bei Bingen am Rhein wirft der römische Feldherr Cerialis die gallischen Treverer und Lingonen nieder, bei Trier den aufständischen Bataver Civilis zurück, der vorher die Römer beim Kastell Bonn schlagen konnte.
74 Das Neckarland wird von Rom unterworfen.
83 Domitian schlägt keltischen Aufstand am Rhein nieder, vordringende Chatten werden über den Rhein zurückgedrängt.
84 Mit dem Bau des Limes als Sicherungswall gegen Germanien im Osten und Nordosten Roms wird begonnen.
89 An der oberen Donau brechen Markomannen und Jazygen ein. Domitian muss sich eines Aufruhrs in Obergermanien erwehren.
90 Der Legat von Obergermanien, Saturninus, der seit 89 im Bündnis mit den Germanen gegen Rom revoltiert, wird von Domitian geschlagen. Zur Grenzsicherung werden die germanischen Provinzen Germania Superior mit der Hauptstadt Mogontiacum (Mainz) und Germania Ulterior mit der Hauptstadt Colonia Agrippina (Köln) gegründet. Das Kastell Quintana an der Donau (Künzing, Landkreis Deggendorf) wird gegründet.
92 Erneuter Einfall von Markomannen, Jazygen und Quaden in römisches Territorium.
98 Trajan führt die Arbeiten am Limes an Rhein und Donau auch nach Ableben des Nerva zu Ende, bevor er als Alleinkaiser nach Rom zurückkehren wird. Die Kolonien Ulpia Traiana und Ulpia Noviomagus werden gegründet. Vandalen ziehen aus ihrem oberschlesischen Siedlungsgebiet Richtung Süden.
100 Der Taunus und die Wetterau fallen an Rom.
102 Zur Wasserversorgung Kölns bauen die Römer eine ca. 100 km lange Wasserzufuhr aus der Eifel.
118 Im Donau-Limes-Rhein Dreieck (von Henningen über Lorch am Rhein bis Hienheim an der Donau) errichtet Kaiser Hadrian das bereits unter Domitian begonnene Zehntland. Das (reichsuntertänige) Gebiet wird gegen Entrichtung eines Zehntels von Getreide, Baumfrüchten und Vieh an gallische und germanische Kolonisten vergeben.
122 Römer bauen in Trier (Augusta Treverorum) eine Steinbrücke über die Mosel (bis zum heutigen Tage in Benutzung!)
129 Hadrian besucht auf seiner zweiten Inspektionsreise Gallien und die römischen Rheinprovinzen.
138 Antoninus Pius erweitert das Friedens-Sicherungssystem des Hadrian (u.a. zweiter, nördlicher Grenzwall in Britannien, Ausbau des Kastells Saalburg am Limes im Taunus).
143 Ausbau des Limes in Raetien.
149 Bei Lorch an der Rems (westlich des heutigen Schwäbisch Gmünd) wird der obergermanische (Vallum Traiani) mit dem rätischen (Vallum Hadriani) Limes verbunden.
150 Die Erste Germanische Völkerwanderung bedroht das römische Reich durch Druck auf die Donauvölker.
151 Castra Batava (Passau) wird im Zuge des Limes-Ausbaus in Ergänzung zum bestehenden Castellum Boiodurum (Passau Innenstadt) am Zusammenfluss von Donau und Inn errichtet.
154 Durch die seit 150 eingesetzte Gotenwanderung werden die Burgunder aus dem Oder-Weichsel-Gebiet nach Westen abgedrängt.
166 Markomannen krieg der (gemeinsam regierenden) römischen Kaiser Mark Aurel und Aurelius Verus gegen sich erhebende Donauvölker unter Führung der Markomannen; werden 180 nach zähen Kämpfen niedergeschlagen.
Kategorie: Deutsche Chronik Nach oben