Germanien – Deutsche Chronik – 288 bis 371

288 Die niederfränkischen Salier besetzen, aus dem Salland vertrieben, die Bataverinseln und die Rheinmündung. Maximianus bekämpft sächsische Seeräuber an der Nordsee.

289 Die Römer führen von Rätien aus einen großangelegten Feldzug gegen die Alemannen und bereinigen die Donaugrenze bis zu den Donauquellen.

297 In Mainz entsteht aus mehreren Zivilsiedlungen eine erstmals hier erwähnte "civitas".

299 Langobarden beginnen von der unteren Elbe aus südwärts zu wandern (gelangen 568 nach Italien). Ihre angestammten Gebiete haben sie längst verlassen.

300 Im deutschen Siedlungsraum überwiegen freie Bauern gegenüber Adel, Halb- und Unfreien. Aufteilung in Grundherren und (zinspflichtige) Bauern erst im 9.Jhdt. durch Übergang von der Weidewirtschaft zum Ackerbau. Der Kern der späteren Stammesherzogtümer entsteht im deutschen Raum, gebildet aus fünf germanischen Volksstämmen: Sachsen (Norddeutschland zwischen Rhein und Elbe), Franken (entlang dem Rhein), Alemannen (Oberrhein, nördliche Schweiz), Thüringer (von der Werra bis nördlich des Mains), und Goten (untere Donau).

302 Mit dem Bataver Aurelius Januaris wird zum ersten Mal ein Germane Militärkommandant, und zwar von Pannonien.

304 Der Hauptmann der Thebäischen Legion, Gereon, und die Mitpatronin des Bistums Augsburg, sterben den Märtyrertod.

306 Erste steinerne Rheinbrücke bei Köln mit stark befestigtem Brückenkopf auf der gegenüberliegenden Rheinseite in Deutz (Fertigstellung 310).Constantinus besiegt die Franken unter Askarich und Merogais und lässt beide Heerführer im Trierer Amphitheater unbewaffnet gegen wilde Bären antreten (was die Bären überleben).

308 Constantinus bekämpft die Brukterer am Rhein.

311 Wegen der innenpolitischen Auseinandersetzung bricht Constantinus die Verteidigung gegen die Germanen am Rhein ab.

313 Köln wird Bistum.

325 Palastaula (Basilika) entsteht in Trier. Erste Germanische Völkerwanderung ist praktisch beendet. Die ersten Juden siedeln in Deutschland (zunächst in Köln nachweisbar) mit bis zu den Kreuzzügen erträglicher sozialer und rechtlicher Stellung.

331 Vor allem Germanen versuchen, nach der Heeresreform im römischen Heer Karriere zu machen.

335 Konstantin I. verbannt den Bischof Athanasius nach Trier.

336 Das heidnische Kultzentrum Altbachtal wird von Trierer Christen zerstört

342 Römer geben Straßburg auf, Christengemeinde bleibt.

346 Speyer als Bistum bezeugt.

350 Die Alemannen überqueren den Rhein. In Trier entsteht römische Basilika (später evangel. Kirche).

352 Alemannen und Franken zerstören auf linksrheinischem Gebiet über 40 Städte und besetzen große Teile des Elsass, der Pfalz und Rheinhessens.

354 Constantius zieht an den Oberrhein gegen die Alemannenfürsten Wadomar und Gundobad.

355 Der römische Heerführer und Franke Sylvanus wird in Köln von der Truppe zum Kaiser ausgerufen. Wird bereits nach 18 Tagen ermordet.

356 Franken erobern römische Städte am Rhein, wie Xanten, Köln, Bonn, Andernach. Die Alemannen am Oberrhein werden gemeinsam von Constantius und Julianus zum Friedensvertrag mit Rom gezwungen.

357 Entscheidungsschlacht bei Argentorate (Straßburg) zwischen den Alemannen unter Chlodomar und dem (seit 354) in Gallien als Caesar eingesetzten Julian, der trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit überragend siegt. Alemannen werden im Breisgau als Föderierte angesiedelt. Julian lässt die Rheingrenzen und den Limes wiederherstellen.

358 Rheingrenze und Limes werden wiederhergestellt.

359 Wiederaufbau der zerstörten Römerstädte am Rhein, wie Bingen, Andernach, Bonn, Xanten, etc. Julianus bekämpft fränkische und sächsische Seeräuber am Niederrhein und in Nordgallien.

360 Julianus unterwirft Attuarier im heutigen Ruhrgebiet.

366 Valentinianus organisiert die Schlacht gegen die Alemannen von Trier aus. Sein Feldherr Dagalaif schlägt diese auf den Kata launischen Feldern vernichtend (6000 Tote, 4000 Verwundete beim Gegner).

368 Zu Ostern überfallen Alemannen unter dem Königssohn Rando Mainz, plündern die Stadt und verschleppen die Bewohner. Im Sommer zieht Valentinianus mit seinem Sohn Gratianus zum oberen Neckar und verwüstet alemannisches Gebiet. In einer blutigen Schlacht bei Solicinum schlägt er die verschanzten Verteidiger vernichtend. Mainz wird Bistum. Baubeginn der dortigen Kathedrale.

369 Ober- und Mittelrhein sowie obere Donau werden stärker befestigt und um Kastelle und Burgen erweitert, u.a. Breisach, Boppard, Bad Kreuznach. Theodosius kämpft auf den Bataverinseln (Rheindelta) gegen Sachsen und salische Franken.

370 Die Burgunder sind bis an den Oberrhein vorgerückt und vertreiben ihrerseits die Alemannen aus dem Gebiet zwischen Taunus und Neckar.

371 Valentinianus bekämpft bei Wiesbaden die Alemannen unter Macian.
 
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