1492 Christoph Kolumbus entdeckt Amerika.
1493 Regierungsantritt König Maximilians I.
1494 König Karl VIII. von Frankreich tritt einen Kriegszug nach Süditalien an.
1495 Auf dem Reichstag zu Worms werden die Einführung des Reichskammergerichts und einer Reichssteuer beschlossen sowie ein ewiger Landfrieden.
1500 Der Reichstagshauptschluss errichtet ein Reichsregiment.
1514 Erzbischof Albrecht von Mainz erkauft sich das Recht zu einem zehnjährigen Ablass, um somit den Fuggern die Gelder zurückzahlen zu können, die ihm diese für die Erwerbung des Mainzer Erzbistums vorgestreckt hatten.
1516 Die "Dunkelmänner-Briefe" erscheinen.
1517 Verkündung der 95 Thesen "über die Kraft des Ablasses" durch Luther am 31.10.1517.
1518 In Zürich predigt Ulrich Zwingli die Reformation. Der päpstliche Legat Cajetan und Luther führen ein fruchtloses Gespräch in Augsburg.
1519 Kaiser Maximilian I. stirbt. Karl V. wird deutscher Kaiser (bis 1556). Auf einer Disputation mit Dr. Eck und Karlstadt wendet sich Luther gegen Papst und Konzilien.
1520 Folgende Schriften Luthers erscheinen: "Von der Freiheit eines Christenmenschen" - "An den christlichen Adel deutscher Nation" - "Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche". Öffentliche Verbrennung der Bannbulle durch Luther.
1521 Auf dem Reichstag zu Worms weigert sich Luther zu widerrufen. Er wird daraufhin in Reichsacht erklärt, woraufhin er Zuflucht auf der Wartburg findet. Dort übersetzt er das Neue Testament (Vollendung der Bibelübersetzung 1534). Ausbruch des ersten Krieges zwischen Karl V. und Franz I. von Frankreich. Eroberung Belgrads durch die Türken.
1522 Predigt Luthers in Wittenberg gegen Wiedertäufer und Bilderstürmer. Unter der Führung von Franz von Sickingen unternehmen die verarmenden Reichsritter einen Raubkrieg gegen die geistlichen Fürstentümer (1523 werden sie endgültig niedergeschlagen)
1524 Bauernaufstand in Schwaben, Franken und Thüringen (wird 1525 niedergeschlagen).
1525 Erscheinen der Lutherschen Schrift "Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern". Übertritt Albrechts von Brandenburg zum Protestantismus. Sieg über Franz I. in der Schlacht von Pavia durch Karl V.
1526 Allgemeine staatsrechtliche Anerkennung der Protestanten durch den ersten Reichstag von Speyer. Ausbruch des zweiten Krieges zwischen Karl V. und Franz I.
1527 Plünderung und Verwüstung Roms durch deutsche Landsknechte.
1529 Karl V. und Franz I. schließen Frieden in Cambrai. Die evangelischen Stände protestieren auf dem Reichstag zu Speyer und entziehen dem Reichstag das Recht, in Glaubenssachen mit Mehrheit zu entscheiden.
1530 Die letzte Kaiserkrönung durch den Papst wird an Karl V. vollzogen. Protestanten und Katholiken verhandeln auf dem Reichstag zu Augsburg ohne Ergebnis. Die Protestanten verfassen ein Glaubensbekenntnis (Confessio Augustana).
1531 Die protestantischen Reichsstände bilden den Bund von Schmalkalden.
1534 Herzog Ulrich, der 1519 vertrieben wurde, kehrt nach Württemberg zurück und führt die Reformation ein. In Münster ergreifen die Wiedertäufer die Macht, werden 1535 allerdings blutig unterdrückt.
1536 Der größte deutsche Humanist, Erasmus von Rotterdam, stirbt. Zwischen Karl V. und Franz I. bricht der dritte Krieg aus (bis 1538).
1538 In Nürnberg wird ein Bund der katholischen Stände geschlossen. Ausgeschlossen sind die Kurfürsten und ein Großteil der geistlichen Fürstentümer.
1539 Die albertinische Linie des Herzogtums Sachsen und Kurbrandenburg werden protestantisch.
1540 Der 1534 von Ignatius v. Loyola gegründete Jesuitenorden wird vom Papst anerkannt.
1541 Calvin führt in Genf die Reformation durch.
1542 Nachdem das Inquisitionstribunal in Rom wieder eingesetzt wird, wird der "Index der verbotenen Bücher" erstellt. Der Erzbischof von Köln wird Protestant.
1545 In seiner letzten Streitschrift "Wider das Papsttum zu Rom, vom Teufel gestiftet" verteidigt Luther den Kaiser gegen einen päpstlichen Erlass. Das Konzil tritt in Trient zur Reform der katholischen Kirche zusammen.
1546 Luther stirbt in Eisleben. Beginn des Schmalkaldischen Kriegs zwischen dem Kaiser und den Protestanten.
1547 Die Schmalkaldener werden von Herzog Alba bei Mühlberg/Elbe besiegt. Philipp von Hessen und Johann Friedrich geraten in Gefangenschaft und die sächsische Kurwürde geht an die albertinische Linie über.
1548 Das sogenannte Interim wird auf dem Reichstag von Augsburg beschlossen. Über das Schicksal der säkularisierten kirchlichen Besitzungen wird dabei allerdings nicht bestimmt.
1552 Moritz von Sachsen wendet sich von dem immer einflussreicher werdenden Kaiser ab, und Karl V. muss fliehen. Der Passauer Vertrag zieht die Freilassung der protestantischen Fürsten nach sich. Die Bistümer Verdun, Metz und Toul fallen an Frankreich.
1553 Im Kampf gegen den Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach fällt Moritz von Sachsen.
Kategorie: Deutsche Chronik Nach oben