1555 Der Augsburger Religionsfrieden spricht den Reichsständen das Recht der Entscheidung über den Glauben ihrer Länder zu (mit einem Vorbehalt für die geistlichen Fürstentümer).
1556 Karl V. dankt ab. Das habsburgische Reich spaltet sich in eine spanische und eine österreichische Linie auf. Ferdinand I. wird zum deutschen Kaiser gewählt (bis 1564).
1561 Die baltischen Deutschritterstaaten geraten teils unter schwedische und teils unter polnische Souveränität. In Ungarn bilden die Calvinisten eine eigene Kirche.
1563 Der Kurfürst von der Pfalz beteiligt sich an der Schaffung des Katechismus der Reformierten (Calvinisten) in Heidelberg.
1564 Der dem Protestantismus zugeneigte Maximilian II. - Sohn Ferdinands I. - wird deutscher Kaiser (bis 1576).
1576 Rudolf II., ein Anhänger der Jesuiten, wird deutscher Kaiser (bis 1612).
1579 Aus den protestantischen Provinzen der Niederlande entsteht die Utrechter Union.
1588 Der niederländische Aufstand erfährt nach dem Untergang der spanischen Armada an der Küste Englands einen erneuten Auftrieb.
1608 Der deutsche Reichstag wird in Zusammenhang mit den Donauwörther Händeln beschlussunfähig und es gibt ab sofort keinen Reichstagsabschied mehr. Während einer großen Staatskrise übernimmt Matthias, Bruder von Rudolf, die Regierungsvollmacht für das Reich (nicht für Böhmen).
1609 Unter der Führung des Herzogs Maximilian von Bayern wird die katholische "Liga" gegründet. Aufgrund eines Streites um die Besitzungen von Kleve und Jülich kommt es beinahe zu einem europäischen Krieg. Im Wettstreit mit seinem Bruder Matthias gesteht Rudolf den böhmischen Ständen den Majestätsbrief zu, der diesen das Recht der Königswahl durch die Stände verspricht sowie Religionsfreiheit.
1610 Ein Kriegszug des Franzosenkönigs gegen Deutschland wird durch die Ermordung Heinrichs IV. verhindert.
1612 Matthias wird deutscher Kaiser (bis 1619).
1613 Der Kurfürst von Brandenburg tritt zum Calvinismus über.
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