1789 Vor allem die Stände des Habsburgischen Reiches befinden sich zeitgleich mit der Französischen Revolution in einem Aufruhr.
1790 Leopold II. wird zum Kaiser gewählt.
1791 Verständigung Preußens und Österreichs über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Französische Revolution.
1792 Kriegserklärung Frankreichs gegenüber Österreich. Der Oberbefehlshaber der Interventionsarmeen - der Herzog von Braunschweig - ruft gegen das revolutionäre Frankreich auf. Allerdings wird sein Vormarsch bei Valmy aufgehalten. Franz II. wird zum Kaiser gewählt (bis 1806).
1793 Die zweite Teilung Polens findet statt. Preußen fällt der Hauptteil des sog. "Großpolen" zu.
1794 In Preußen wird das "Allgemeine Landrecht" eingeführt.
1795 Der Sonderfrieden zu Basel zieht das Ausscheiden Preußens aus dem Krieg gegen Frankreich nach sich. In der dritten Teilung Polens erhält Preußen Gebiete aus dem östlichen Teil Ostpreußens, außerdem Neuschlesien und Warschau.
1797 Anlässlich des Friedens von Campoformio trennt sich Österreich von der Lombardei und den habsburgischen Niederlanden. Außerdem verzichtet es ebenso wie Preußen auf das linke Rheinufer. Friedrich Wilhelm III. wird König von Preußen (bis 1840). In Rastatt tritt der Friedenskongress zusammen.
1799 Gegen die Französische Revolution wird der zweite Koalitionskrieg eröffnet.
1801 Durch den Frieden von Luneville wird der zweite Koalitionskrieg beendet. Gleichzeitig beginnt ein Kampf um die deutschen Territorien, ausgelöst durch das Versprechen auf Entschädigung für die verlorenen linksrheinischen Gebiete.
1802 England schließt Frieden mit Frankreich. Der Frieden dauert zwei Jahre an.
1803 Der Reichsdeputationhauptschluss teilt Deutschland neu auf.
1804 Franz II. wird "Kaiser von Österreich".
1805 Beginn eines neuen Koalitionskrieges gegen Frankreich. Napoleon erringt in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz einen Sieg über die Österreicher und Russen. Preußen schließt mit Napoleon den zweideutigen Vertrag von Schönbrunn.
1806 Die Fürstentümer Bayern, Württemberg und Sachsen, die zu Königreichen erhoben wurden, bilden in Gefolgschaft zu Napoleon den Rheinbund. Preußen gerät in den Krieg gegen Napoleon und wird bei Jena und Auerstedt geschlagen. Napoleon verkündet von Berlin aus die Kontinentalsperre.
1807 Preußen und Russland führen den Kampf gegen Napoleon fort. Preußen verliert im Frieden von Tilsit die Hälfte seiner Territorien, nachdem Napoleon einen Sieg bei Friedland errungen hat. Die Gründung des Großherzogtums Berg, des Königreichs Westfalen und des Herzogtums Warschau durch Napoleon dient der Stützung seines Machtsystems. Als leitender Minister in Preußen wird der Reichsfreiherr vom Stein berufen. Der Freiherr von Hardenberg wird als Außenminister neu ernannt. In Preußen wird die Erbuntertänigkeit der Bauern abgeschafft. In seinen "Reden an die deutsche Nation" werden die Deutschen von Fichte zum Widerstand gegen Napoleon aufgerufen.
1808 In Preußen wird die von Stein ausgearbeitete Städteordnung umgesetzt. Der Reichsfreiherr von Stein wird auf Drängen Napoleons hin entlassen. In Preußen wird die Allgemeine Wehrpflicht von der "Armee-Reorganisations-Kommission" geplant. Napoleon wird auf dem Erfurter Kongress von den deutschen Fürsten als ihr Kaiser gepriesen.
1809 Im Krieg mit Frankreich erringt Österreich einen Sieg bei Aspern und erfährt bei Wagram eine Niederlage. Ergebnislos bleiben die Volksaufstände der Tiroler und in Preußen. In Schönbrunn schließen Napoleon und Österreich Frieden.
1810 Vereinigung Hollands, des nördlichen Hannover und der deutschen Hansestädte mit Frankreich. Gründung der Universität Berlin. Napoleon heiratet die Tochter des Kaisers von Österreich.
1812 Napoleon beginnt mit einem Heer aus allen europäischen Völkern den Krieg gegen Russland. Der preußische General Yorck von Wartenburg schließt mit den Russen die Konvention von Tauroggen, nachdem die Armee Napoleons zusammengebrochen ist.
1813 Preußen und Russland verbünden sich und eröffnen den Befreiungskrieg gegen Napoleon. Auch Österreich tritt dem Bündnis gegen Napoleon bei. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig kann die napoleonische Herrschaft über Deutschland als beendet angesehen werden.
1814 Blücher überschreitet den Rhein bei Kaub. Die Verbündeten ziehen in Paris ein. Napoleon wird nach Elba verbannt und der Wiener Kongress tritt zusammen.
1815 Nach der Rückkehr Napoleons aus Elba herrscht dieser noch einmal 100 Tage über Frankreich. Er wird aber bei Waterloo von Wellington und Blücher besiegt.
Kategorie: Deutsche Chronik Nach oben