1815 Durch die Schlussakte des Wiener Kongresses wird ein neues europäisches Staatensystem begründet.
1815 26. September: Zwischen dem Kaiser von Österreich, dem Zar von Russland und dem König von Preußen wird die Heilige Allianz gegen die revolutionären Tendenzen geschlossen.
1818 26. Mai: Die Handelsfreiheit wird vom preußischen Zollgesetz als Grundlage der Gesetzgebung angesehen.
1819 23. März: Der Student Sand ermordet den Staatsrat August von Kotzebue. Auf einem Kongress der deutschen Regierungschefs in Karlsbad erwirken die beiden deutschen Großstaaten Beschlüsse über die Unterdrückung der nationalrevolutionären Bewegung.
1830 Durch eine Revolution wird Louis Philippe König von Frankreich. Die Polen begehren auf und werden in den Krieg gegen Russland und Preußen hineingezogen.
1832 Auf der Hambacher Schlossruine feiert man ein freiheitliches "Konstitutionsfest".
1833 Sachsen, Thüringen und zehn andere deutsche Staaten bilden den deutschen Zollverein. Um "Demagogen" und anderen revolutionären Umtrieben Herr zu werden, wird die Frankfurter Zentraluntersuchungskommission zu deren Verfolgung eingesetzt.
1835 Bau der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Fürth und Nürnberg.
1836 Gründung des internationalen Kommunistenbundes.
1837 November: Die überholte Verfassung von 1819 wird vom König von Hannover wieder für gültig erklärt. Daraufhin erklären sieben Professoren der Universität Göttingen, dass sie sich weiterhin an ihren Eid auf die Verfassung von 1833 gebunden fühlten. Wegen des Eherechts findet der erste Kulturkampf des preußischen Staates gegen die katholische Kirche statt.
1839 In Preußen wird das erste Gesetz zum Schutz jugendlicher Fabrikarbeiter erlassen.
1840 Friedrich Wilhelm IV. wird gekrönt. Zwischen Deutschland und Frankreich macht sich Kriegsstimmung breit ("Die Wacht am Rhein").
1844 In Schlesien brechen Unruhen der Weber aus.
1846 König Christian VIII. von Dänemark verfasst einen "offenen Brief" über die Verfassung von Schleswig-Holstein. Dies führt zu Aufregung im Reich.
1848 Februar: Karl Marx und Friedrich Engels veröffentlichen das Kommunistische Manifest.
1848 24. Februar: Die Februar-Revolution in Paris zieht die französische Republik nach sich.
1848 13. März: Durch Unruhen sieht sich Fürst Metternich zum Rücktritt veranlasst.
1848 18. März: Nach Barrikadenkämpfen und revolutionären Unruhen ziehen die königlichen Truppen aus Berlin ab.
1848 21. März: Friedrich Wilhelm IV. reitet mit der schwarz-rot-goldenen-Kokarde durch Berlin.
1848 23. März: Ohne Erfolg versucht Heinrich von Gaggern, Friedrich Wilhelm IV. von der Führung Deutschlands, der Wiederherstellung Polens und dem Krieg gegen Russland zu überzeugen.
1848 26. März: Russland behält die Reservisten für ungewisse Zeit ein.
1848 31. März: Die Liberalen treffen zum Vorparlament zusammen.
1848 April: In Baden machen sich radikale Unruhen breit. Um deren Stände zu unterstützen, entsendet Preußen Truppen nach Schleswig und Holstein.
1848 11. April: West- und Ostpreußen werden in den Deutschen Bund aufgenommen.
1848 15. Mai: Die revolutionäre Bewegung in Wien veranlasst die kaiserliche Familie, nach Innsbruck zu fliehen.
1848 18. Mai: In der Paulskirche zu Frankfurt tritt die deutsche Nationalversammlung zusammen.
1848 13. Juni: Fürst Windischgrätz nimmt die Beschießung Prags vor und schlägt so einen Aufstand der Tschechen nieder.
1848 Juni: Erzherzog Johann von Österreich wird vom Präsidenten der Paulskirche, H. von Gaggern, als Reichsverweser vorgeschlagen.
1848 26. August: Zwischen Preußen und Dänemark wird ein Waffenstillstand geschlossen.
1848 5. September: Protest der Paulskirche gegen den Waffenstillstand von Malmö.
1848 7. September: Mit Einverständnis der Regierung schafft der Habsburgische Reichstag alle Erbuntertänigkeiten und Dienstbarkeiten ab.
1848 9. September: Robert Blum, Abgeordneter der Paulskirche, wird aufgrund seiner Tätigkeit im revolutionären Umfeld Wiens auf Befehl des Fürsten Windischgrätz hin standesrechtlich erschossen.
1848 2. Oktober: Graf Brandenburg gründet das antirevolutionäre "Ministerium der Tat".
1848 10. Oktober: General Wrangel marschiert in Berlin ein.
1848 31. Oktober: Erstürmung des revolutionären Wien durch Fürst Windischgrätz.
1848 2. Dezember: Kaiser Franz Joseph I. übernimmt die Regierung.
1848 5. Dezember: Aufnötigung einer keineswegs reaktionären Verfassung durch die preußische Regierung.
1848 10. Dezember: Wahl Napoleons zum Präsidenten der französischen Republik.
1848 24. Dezember: Veröffentlichung der Grundrechte des deutschen Volkes durch die Paulskirche.
1849 4. März: Der Habsburger Gesamtstaat erhält eine Verfassung.
1849 9. März: Fürst Schwarzenberg fordert die Aufnahme Gesamthabsburgs in das neue Reich.
1849 28. März: Für das nichtösterreichische Deutschland wird von der Paulskirche eine Gesamtverfassung beschlossen, die den König von Preußen als "Erbkaiser" vorsieht.
1849 3. April: Die deutsche Kaiserkrone wird von König Friedrich Wilhelm IV. abgelehnt.
1849 14. April: Mit Erfolg lehnen sich die Ungarn gegen die Herrschaft Habsburgs auf.
1849 Mai: Nach Abberufung der Mitglieder der Großmächte tagt in Stuttgart ein "Rumpf" der Paulskirche weiter.
1849 26. Mai: Preußen, Bayern und Sachsen schließen das "Dreikönigsbündnis".
1849 Juni: In Ungarn marschieren russische Truppen ein, um dem Aufstand Einhalt zu gebieten.
1849 18. Juni: In Stuttgart wird "der Rumpf" der Nationalversammlung gewaltsam auseinandergetrieben.
Kategorie: Deutsche Chronik Nach oben