1896 3. Januar: Die Zurückschlagung der englischen Freischärler veranlasst Kaiser Wilhelm, ein Glückwunsch-Telegramm an den Präsidenten der Republik Transvaal zu schicken.
1897 30. November: Der Bau einer Schlachtflotte wird von Wilhelm II. angekündigt.
1898 6. März: Durch die Unterzeichnung des Pachtvertrages wird der Erwerb Kiatschous gültig.
1898 28. März: Die erste "Flottenvorlage" wird vom Reichstag angenommen.
1898 29. März: Dem deutschen Botschafter wird von Joseph Chamberlain ein britisch-deutsches Bündnis vorgeschlagen. Dieses wird allerdings vom Reichsaußenminister einen Tag später abgelehnt.
1898 30. Juli: Otto von Bismarck stirbt.
1898 30. September: Kaiserin Elisabeth von Österreich wird in Genf ermordet.
1898 Okt.-Nov.: Kaiser Wilhelm II. reist in den Orient.
1899 Obwohl das Reich den Buren freundlich gesonnen ist, hält es sich aus dem Burenkrieg heraus.
1900 14. Juni: Die deutsche Kriegsflotte erfährt durch das Zweite Flottengesetz Verstärkung.
1900 20. Juni: Der chinesische Boxeraufstand wird mit Hilfe der europäischen Armee unter Führung des deutschen Generals von Waldersee bekämpft.
1901 22. Januar: Das Ende des viktorianischen Zeitalters der deutsch-englischen Freundschaft wird durch die Thronbesteigung Edwards VII. eingeleitet.
1902 Bündnis zwischen England und Japan.
1903 11. Juni: Das Königspaar Alexander und Draga wird von rußlandfreundlichen Offizieren ermordet. Damit ist Serbien nicht mehr habsburgisches, sondern russisches Einfluss Gebiet.
1904 8. Februar: Die russische Flotte in Port Arthur wird von den Japanern überfallen. Damit nimmt der russisch-japanische Krieg seinen Lauf.
1905 Januar: Aufgrund der Niederlage gegen Japan brechen in Russland revolutionäre Unruhen aus.
1905 6. Juni: Der Rücktritt des französischen Außenministers Declasse wird erzwungen.
1905 24. Juli: Vertrag zwischen Wilhelm II. und dem Zar in Björkö. Dieser wird von deren Außenministern verleugnet.
1905 5. September: Friedensschluss zwischen Russland und Japan.
1906 Jan.-April: Während der Konferenz von Algeciras wird ohne nennenswerte Ergebnisse an der Marokko-Frage gearbeitet.
1906 16. April: Bewilligung des Abschiedsgesuches von Geheimrat von Holstein.
1907 Januar: Aus den Wahlen zum Reichstag geht eine nationalliberale-konservative Mehrheit hervor (Bülow-Block).
1907 31. August: England und Russland bereinigen ihre Gegensätze.
1907 Oktober: Auslösung der Skandalprozesse um die Hofgesellschaft durch Maximilian Harden.
1908 9. Juni: Der englische König und der Zar treffen sich in Reval.
1908 16. September: Habsburg und Russland erzielen eine vage Einigung über Bosnien und die Meerengen.
1908 5. Oktober: Bosnien wird von Habsburg annektiert.
1908 10. November: Eine Staatskrise wird ausgelöst, nachdem ein aufgebrachtes Interview des Kaisers für den "Daily Telegraph" veröffentlicht wird.
1909 21. März: Russland wird vom Reich zur Anerkennung der österreichischen Annexion Bosniens genötigt.
1909 14. Juli: Fürst von Bülow wird vom Kaiser abgesetzt. Sein Nachfolger wird Theobald von Bethmann-Hollweg.
1911 1. Juli: Das Kanonenboot "Panther" wird vom Reich nach Agadir geschickt. Dies löst eine neue Marokko-Krise aus.
1911 21. Juli: Warnung des deutschen Reichs in Form einer aggressiven Rede des britischen Schatzkanzlers Lloyd George.
1912 Januar: Die Reichstagswahlen ziehen doppelt so viele sozialdemokratische Mandate nach sich.
1912 9.-11. Februar: Ohne Ergebnis verhandelt der britische Kriegsminister Haldane in Berlin ein letztes Mal über Rüstungsbeschränkungen.
1912 13. März: Gegen das Osmanische Reich wird ein Offensivbündnis geschlossen (Bulgarien, Serbien und Griechenland).
1912 14. Juni: Ein Reichstagsbeschluss ordnet eine erneute Verstärkung von Heer und Flotte an.
1912 8. Oktober: Montenegro, Griechenland, Serbien und Bulgarien erklären der Türkei den Krieg (1. Balkankrieg).
1913 30. Mai: Anlässlich des Vorfriedens von London wird die europäische Türkei auf die Linie Enos Midia begrenzt.
1913 Juli: Das deutsche Heer wird vergrößert. Einführung der dreijährigen Dienstzeit in Frankreich.
1913 7.-11. Juli: Serbien, Montenegro, Griechenland, Rumänien und die Türkei führen Krieg gegen Bulgarien (2. Balkankrieg).
1913 10. August: Das Ende des zweiten Balkankrieges führt zu Gebietsabtretungen Bulgariens (Teile Mazedoniens an Serbien, Adrianopel an die Türkei und die Dobrudscha an Rumänien).
Kategorie: Deutsche Chronik Nach oben